13 reasons why – Tote Mädchen lügen nicht Staffel 2 (Rezension)

Ja ich habe es getan. Ich habe die zweite Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ wieder innerhalb von drei Tagen durchgehabt. Genau so wie ich die erste Staffel gesuchtet hatte (hier findet Ihr die Rezension) habe ich es auch bei der zweite getan. Nur ist dies eine Serie, der man eine Fortsetzung hätte geben sollen? Was ich darüber denke, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

P.S. Ich habe diesen Beitrag anderen, die bereits fertig sind vorgezogen, weil ich es geschafft habe, die Serie sehr aktuell zugucken und es bestimmt bei vielen wieder ein großes Thema ist.

Bald erwartet euch eine Rezension zur ersten Staffel von „Der Nebel“, zur ersten Staffel „The Rain“ und noch eine zur ersten „Scream“ Staffel und natürlich noch andere Beiträge.

Nun aber zur Rezension für die zweite Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“.

Der Prozess hat begonnen. Ms. Baker hat es getan, sie zieht gegen die Schule, auf die ihre Tochter gegangen ist, vor Gericht. Dieser Prozess wird für manche das Leben verändern und anderen das Leben vielleicht zerstören, wenn es das nicht schon längst ist.

Am Cast hat sich nicht wirklich etwas verändert, zu meinem Erstaunen spielt Katherine Langford sogar noch eine sehr große Rolle. Das sich auch diese Staffel um ihren Charakter Hannah Baker dreht, war von vorne rein klar aber mit diesem Maße hätte ich nicht gerechnet. Da ich euch nicht Spoilern will, gehe ich nicht genauer drauf ein. Dylan Minnette spielt als Clay immer noch den Hauptprotagonisten aber auch andere werden mehr in den Fokus gerückt. Die, die bereits die erste Staffel gesehen haben, wissen was mit Jessica passiert ist und diese Geschichte wurde vollkommen verdreht…

Wie gesagt, der Cast hat sich nicht verändert, die Positionierung der im Vordergrund stehenden Charaktere hat sich lediglich etwas verändert. Daher verlinke ich euch >hier< nochmal die Rezension der ersten Staffel. Da könnt Ihr nachlesen, woher Ihr vielleicht den einen oder anderen kennen könntet. An dieser Stelle erweitere ich das bereits geschriebene ein wenig. Mittlerweile sind manche Charaktere etwas bekannter geworden und andere noch erfolgreicher.

Katherine Langford hat zum Beispiel jetzt schon in einem Kinofilm mitgewirkt. „Tote Mädchen lügen nicht“ scheint also ein guter Start gewesen zu sein, ab dem 28. Juni wird man sie nämlich in „Love, Simon“ auf der großen Leinwand sehen können. Mir ist bei der ersten Rezension gar nicht aufgefallen, dass Justin Prentice der Bryce verkörpert, bei „Awkward – Mein sogenanntes Leben“ mitgespielt hat und das obwohl ich diese Serie geliebt habe.

Sosie Bacon´s Charakter Sky rückt auch mehr in den Vordergrund, diese könnten die Scream Fans unter euch kennen. Das ist mir beim Schauen aufgefallen, weil ich beide Serien parallel geschaut habe.

Fun Fact zum Schluss, genau wie Katherine Langford spielt auch Miles Heizer bei „Love, Simon“ mit. Ich glaube dieser Film wird mich ins Kino locken, die Handlung klingt ja auch sehr interessant.

Nun aber zum noch spannenderen Teil, was halte ich von der zweiten Staffel? Ich bin leicht zwiegespalten. Auf der einen Seite fand ich sie gut, auf der anderen Seite hätte man es jedoch auch bei einer Staffel belassen können. Irgendwie bin ich gleichzeitig über die Fortsetzung froh und sauer. Die erste Staffel fand ich super und wenn man etwas gut findet, freut man sich meist über die Bekanntgabe einer Fortsetzung und deren Erscheinung. Thematisch hat die zweite Staffel eine gute Fortsetzung gebildet, sie geht fast nahtlos über und behandelt nun den Prozess von Hannah Baker. Dadurch werden immer neue Sachen aufgedeckt und man erfährt mehr über Hannah und die anderen Charaktere und die Anwälte bohren sehr tief. Es gibt meist überraschende aber auch vorhersehbare Wendungen, sodass ich mir das Ende der Serie schnell zusammenreimen konnte und eine Ahnung hatte, wohin die Reise führen wird. Jetzt ratet wer recht behalten hat. Korrekt ich. Auf einer Seite war ich erstaunt über mich selbst, dass ich es erkannt habe aber ich war auch traurig. Das Ende so schnell erkennen zu können, ist nicht gerade sympathisch für die Serie. Es hat mich trotzdem sehr mitgenommen, danach war ich echt fertig. Diesen Teil habe ich nämlich nicht kommen sehen und den solltet Ihr nicht sehen, wenn euch schon die erste Staffel mitgenommen hat. Das fand ich noch um einiges schlimmer aber jeder geht ja mit solchen Dingen anders um. Letztendlich ist es euch überlassen aber Ihr solltet mit solchen Dingen wie sexuelle Belästigung, Mobbing, Vergewaltigung, Prügelein und so weiter umgehen können. Zurück zu meiner Meinung. Die Serie hatte es an vielen Stellen in sich und manchmal habe ich mich auch gefragt, wieso sich manche Charaktere gegenseitig so fertig machen. Nachdem was passiert ist, sollte man doch aus seinen Fehlern gelernt haben oder? An dieser Stelle möchte ich mal die Leistung von Justin Prentice loben. Wie oben erwähnt spielt dieser den Schlimmsten in der Serie.

ACHTUNG SPOILER (Für die Personen die nicht die erste Staffel gesehen haben)

 

Den Vergewaltiger Bryce.

SPOILER ENDE

Jedes Mal, wenn er auf der Bildfläche erschienen ist, habe ich mich schrecklich gefühlt. Hass hat mich erfüllt und zum Ende war ich dann auch ziemlich traurig,

ACHTUN SPOILER (Für die Personen die nicht die zweite Staffel gesehen haben)

Jessica hatte es sich dann nun doch getraut und ist gegen Bryce vor Gericht gezogen. Der Ausgang dieses Prozesses war doch wirklich erschütternd oder? Aber so wahr, oft genug hört man das Vergewaltiger eine so geringere Strafe erhalten. Geringer als manch ein Räuber. Damit ist „Tote Mädchen lügen nicht“ sehr realistisch geblieben aber ich hatte so sehr gehofft, dass ihm so richtig in den Arsch getreten wird. Hätte doch nur die Mutter etwas gesagt. Schließlich hat sie erkannt, was für ein Soziopath ihr Sohn ist.

SPOILER ENDE

Bis zum Ende hat es sich an manchen Stellen aber auch gezogen. So hätte man auch die ein oder andere Szene weglassen können.

Jetzt zum Teil warum ich über die Fortsetzung traurig war. Die erste Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“ basiert, wie manche vielleicht wissen, auf einem Roman, die zweite hingegen nicht. An so manchen Stellen merkt man das. Die Spannungskurve ist manchmal gesunken und die Charaktere wurden auch etwas flacher gehalten. Nicht unbedingt die bekannten Gesichter, bei den hielt es sich in Grenzen aber die Neuen waren nicht wirklich gut ausgearbeitet. Man hat gemerkt, dass es für diese keine Buchvorlage gab, was ich sehr schade fand. Außerdem bin ich der gleichen Meinung wie Hannah Bakers Vater, dieser hofft, dass man die Sache nun ruhen lässt und wollte von Anfang an keinen Prozess. Ich kann ihn verstehen, die Serie hätte ein besseres Statement gesetzt, wenn man es bei einer Staffel gelassen hätte. Manche Dinge sollte man eben ruhen lassen und das betrifft auch diese Serie. Man bekam als Zuschauer viel zu stark das Gefühl, dass die Produzenten nur Geld machen wollen.

Ich weiß nicht so ganz, was ich euch abschließend sagen soll und auch nicht wie viel Punkte ich der Serie geben soll. Diese Staffel hatte noch dazu ein offenes Ende. Ich weiß nicht so recht, ob mich das freuen oder abschrecken soll.. Auf einer Seite freue ich mich, weil mir die Serie irgendwie gefallen hat aber an einigen Stellen auch nicht. So zwiegespalten war ich noch nie, in meinem ganzen fast schon von 21 Jahren. Ich gebe dieser Serie 3 von 5 möglichen Ankern. Sicher bin ich mir bei dieser Entscheidung nicht aber was haltet Ihr von dieser Fortsetzung?

 

 

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5 Kommentare

  1. Hallöchen,
    da kommen ja einige interessante Rezensionen auf uns zu. „Der Nebel“ und „The Rain“ habe ich ebenfalls schon gesehen und bin schon gespannt auf deine Meinung dazu.

    In wiefern konntest du das Ende denn vorhersehen? Also was genau?
    Mir geht es aber ziemlich wie dir. Ich bin sehr zwiegespalten, was die zweite Staffel angeht. An sich finde ich die angesprochenen Themen toll und wichtig. Andererseits geht die Thematik der ersten Staffel, nämlich Depression, unter. Ich hätte es vielleicht besser gefunden, wenn es nicht mit den gleichen Charakteren weitergegangen wäre, sondern an einer anderen Schule, mit anderen Leuten. Und da dann eben diese neuen Probleme. Weißt du, wie ich meine?
    Mir hat auch überhaupt nicht gefallen, wie Hannah dargestellt wurde. Klar, sie war kein Engel, nicht unschuldig. Es ist gut, das zu zeigen. Aber soll die Serie nicht eigentlich Mut machen, sich zu melden, wenn man missbraucht wurde? Ich glaube, dass das vielen vielleicht eher den Mut nimmt, auch wenn es sehr gut die Realität darstellt.
    Du hast also vollkommen recht. Die erste Staffel alleine hätte ein viel besseres Statement gesetzt.
    Das offene Ende lässt mich genauso ratlos zurück wie du. Wobei ich eher zu genervt tendiere. Ich finde es reicht. Es wird langsam zu viel … das Staffelfinale war schon so krass – am schlimmsten die Szene in der Schultoilette. Was wollen sie in einer weiteren Staffel noch machen? Sie müssen es ja irgendwie toppen und das ist dann einfach viel zu viel. Ich finde es reicht, ich will nicht mehr.
    Liebste Grüße, Kate

    1. Hallo Kate,

      die Rezensionen kommen bald. Im Moment schaue ich soviel, da könnte es fast drei Beiträge die Woche nur mit Rezensionen geben aber das wäre zu viel des guten.

      Ich konnte mir ziemlich schnell zusammenreimen das etwas mit Tyler passieren würde und das es zu einen Amoklauf kommen würde. Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, es war irgendwie ein Bauchgefühl und mein Bauch hatte recht. Mit der Szene in der Schultoilette hätte ich nicht gerechnet aber das es auf dieses Ende (Amoklauf) hinauslaufen würde war mir sehr schnell bewusst. So doof wie die folgenden Worte jetzt klingen werden aber ich finde das Ende wäre auch besser gewesen wenn der Amoklauf stattgefunden hätte. Damit hätte man nochmal ein Statement gesetzt, besonders in den USA ist das schließlich ein großes Thema. Außerdem was wollen uns die Produzenten damit sagen? Wenn jemand Amok Läuft sollen wir uns dieser Person in den Weg stellen? Ich dachte man soll von dieser Serie etwas lernen und auf seine Taten achten. Die Produzenten haben zwar schon dazu eine Aussage getroffen und gesagt das man sich nicht an Clay orientieren sollte aber dann frage ich mich, wieso sie es so gedreht haben?

      Ich fand es auch schade das Jessica vor Gericht nicht gewonnen hat. Auch wenn das in den meisten Fällen die Realität widerspiegelt, nimmt es betroffenen nur noch mehr die Mut. Je mehr ich über die Staffel nachdenke, desto mehr tendiere ich auch dazu das es keine dritte Staffel mehr geben sollte. Das es langsam wirklich reicht.

      Hätte man an einigen Stellen etwas anders gemacht, wäre es vielleicht nicht so und man würde dem ganzen positiver gegenüberstehen. Unter diesen Umständen schließe ich mich dir aber an und sage, ich will nicht mehr.

      Liebe Grüße,
      ChaosMariechen

      1. Hallöchen,

        also dass etwas mit Tyler passieren wird, das war mir auch klar. Aber auf einen Amoklauf bin ich nicht gekommen. Wobei es schon irgendwie logisch ist … so im Nachhinein betrachtet. Immerhin hat er ständig was mit Waffen zu tun gehabt. Allerdings hatte ich gar nicht richtig Zeit mir am Ende über die Handlung Gedanken zu machen, weil diese eine Szene im WC so schockierend war.
        Ich glaube sowieso nicht, dass man aus der zweiten Staffel irgendetwas lernen kann. Da ist alles nur negativ. Du wurdest missbrauchst und meldest es? Glückwunsch, der Täter bekommt 3 Monate auf Bewährung. Du hast Depressionen und dich umgebracht? Toll, im Prozess wirst du als die größte Schlampe aller Zeiten dargestellt.
        Die erste Staffel hat so tolle Werte vermittelt. Sie hat die Augen geöffnet, dass man mehr auf seine Mitmenschen achten soll, weil Depression und Selbstmordgedanken jeden treffen kann. Aber nach Staffel 2 denkt man sich irgendwie: Bringt ja eh nichts.

        Liebste Grüße, Kate

        1. Hey Kate,

          der einzige Augenöffner in dieser Staffel war die Szene in der Toilette aber mehr auch nicht. Und ob die außer eine Schlaflose etwas gebracht hat weiß ich auch nicht…
          Sonst kann ich einfach nur sagen: Ich schließe mich voll und ganz deiner Meinung an.
          Es ist traurig was aus der zweiten Staffel geworden ist und auf Twitter hatte jemand geschrieben:“Es gibt nicht umsonst keinen zweiten Roman.“.
          Mehr braucht man gar nicht sagen.

          Liebste Grüße,
          ChaosMariechen

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