13 reasons why – Tote Mädchen lügen nicht Staffel 1 (Rezension)

Vielleicht hat es der ein oder andere mitbekommen, ich bin seit dem 29.12.2017 nun auch stolze Besitzerin eines Netflix Accounts. Natürlich musste ich dann eine Serie beginne, was tut man auch sonst auf Netflix? Ich entschied mich für Tote Mädchen lügen nicht und hätte meine erste Serie auf Netflix nicht besser aussuchen können. Innerhalb von 3 Tagen hatte ich sie durch.


Nach dem verblüffenden Selbstmord einer Teenagerin kommt ein Mitschüler in den Besitz von Kassetten, die das Rätsel um ihren tragischen Entschluss lösen könnten.
Quelle: Netflix

Es gibt zwei Hauptcharaktere, eigentlich sind alle Charaktere die auftauchen wichtig aber zwei sind eben die Hauptprotagonisten. Zum einen ist dies natürlich die Teenagerin, die sich selbst umbringt, Hannah Baker welche von Katherine Langford gespielt wird. Mit den Kassetten begleiten wir aber Clay Jensen durch die Serie und dieser wird von Dylan Minnette gespielt. Auch der restliche Cast ist sehr entscheidend für diese Serie, da jeder von den Charakteren etwas getan hat, was die Hauptprotagonisten ein Stück näher zum Selbstmord brachte. Eine bessere Wahl an Schauspieler hätten die Produzenten auch nicht treffen können. Jeder einzelne Schauspieler bringt seinen Charakter so authentisch rüber, dass man das Gefühl bekommt, selbst dabei zu sein. Manche kommen einen zum Beginn so sympathisch rüber, dass man sich Fragt: „Was können die denn getan haben, um auf der Kassette zu sein?“ aber dann Schwups…Arsch.


Wie bereits erwähnt wird Clay Jensen von Dylan Minnette gespielt und diesen dürften viele kennen. Auch ich saß die ganze Zeit vor dem Fernseher und habe überlegt, woher ich ihn kenne. In Die Coopers-Schlimmer geht immer, hatte er eine Hauptrolle aber ich kannte ihn zum Beispiel durch Gänsehaut. Dort hat er nämlich den Hauptprotagonisten gespielt. Noch ein Fun Fact, in Saving Grace hat er auch einen Charakter namens Clay verkörpert. Miles Heizer der den Alex verkörpert, könntet Ihr aus Nerve kennen, dort hat er Vee´s besten Freund gespielt. Der Schauspieler von Zach Dempsey, Ross Buttler hat eine Nebenrolle bei Riverdale gespielt. Die Mutter Olivia Baker wird von Kate Walsh gespielt und diese sollten Greys Anatomy Fans zu 100% kennen! Sie spielt nämlich die Dr. Addison Shepherd. Der Rest des Cast ist nicht ganz unbekannt und dem ein oder anderen werden manche auch etwas sagen. Diese hatten aber mehr kleine Rollen in Serien oder Filmen und diese alle aufzuzählen wäre quatsch.


Ich weiß, dass diese Serie sehr umstritten ist, leider hatte ich zum Veröffentlichungszeitpunkt der Serie noch kein Netflix. Weshalb ich das ganze damals nicht so verfolgt habe. Was ich aber weiß ist, dass Neuseeland eine Warnung vor dem schauen diese Serie rausgegeben hat. Warum? Sie haben Angst, dass sich wegen dieser Serie nun mehr Jugendliche umbringen aber kann ein Selbstmordgedanke durch eine Serie ausgelöst werden? Ein Thema worüber man vermutlich Stunden diskutieren könnte. Ich habe mir die Serie angeschaut und mir mein eigenes Urteil gebildet.
Tote Mädchen lügen nicht ist eine Original Produktion von Netflix, für die offiziell eine zweite Staffel bestätigt wurde. Worüber ich mich sehr freue, denn diese Serie hat mich überzeugt. Auch wenn viele finden, dass diese Serie langweilig ist und sich erhofft haben, dass mehr passiert, ist bei mir die Spannungskurve ab der ersten Folge kontinuierlich gestiegen. Und langweilig ist die Serie echt nicht. Sie ist eben sehr realistisch dargestellt. Was für einen vielleicht keine große Sache gewesen wäre, war für die Hauptprotagonisten Hannah Baker etwas Schlimmes. Jeder Mensch empfindet doch alles anders. Was die Serie gerade spannend macht, man erfährt auch, wie die anderen Teenager darüber denken oder was sie tun. Ich selbst habe die ganze Zeit auch darüber nachgedacht, wie ich wohl selbst reagiert hätte. Natürlich lassen sich solche Fragen nicht zu 100% beantworten, da man nicht in der selben Lage ist und nur spekulieren kann.
Oft wurden auch Geheim- oder Geschehnisse kurz angesprochen und dann plumps. Die Antwort bekam man oft erst ein oder zwei Folgen später. Womit ich natürlich dauerhaft den Drang hatte, weiter zu gucken, weil ich eine Antwort wissen wollte. Das erklärt auch wieso ich die Serie in nur drei Tagen durchgeschaut habe. Durch die vielen Dinge, die in dieser Serie vor sich gehen und passieren, ist es auch keine Serie für nebenbei. Möchte man alle Fragen beantwortet haben und wirklich alles verstehen, sollte man die gesamte Zeit vor dem Fernseher sitzen bleiben oder den Pausenknopf drücken. Wie bereits erwähnt, ist Tote Mädchen lügen nicht eine sehr umstrittene Serie und ich finde auch, dass sie nichts für schwache Nerven ist, nicht in dem Sinne von das man Blut, Gedärme und Co sehen kann, sondern dass man auch mit Suizid umgehen können muss. Man weiß zwar von Anfang an, dass Hannah Baker sich selbst umgebracht hat aber diese Serie handelt von den Gründen. Wieso sie kein Licht mehr am Ende des Tunnels gesehen hat und der einzige Ausweg für sie der Selbstmord war. Diese Gründe sind nicht immer sehr leicht mit anzusehen. Jede Folge hinterlässt ein komisches Gefühl. Deshalb überlegt euch gründlich, ob Ihr bereit seid, diese Serie zugucken. Ich selbst habe auch gründlich überlegt, ob ich diese Serie schauen möchte oder nicht und muss wirklich sagen, ich habe jetzt noch manchmal Gänsehaut. Immerhin begleitet man Clay während er Kassetten von einer Toten hört.


Ich finde Tote Mädchen lügen nicht ist eine gelungene Serie und vielleicht bekomme ich dafür jetzt Hass-Kommentare aber auch solche Themen müssen mal angesprochen werden. Und ich möchte damit auch keinesfalls ausdrücken, dass Hannah Baker eine Heldin ist oder man sich an ihr orientieren sollte. Vielleicht öffnet diese Serie aber den ein oder anderen die Augen und man überlegt etwas mehr, was man seinen Mitmenschen sagt. Jeder von uns ist ein Individuum und empfindet Dinge anders. Der eine Steckt eine Beleidigung mit einem Lächeln weg aber den nächsten kann es an den Rand der Verzweiflung bringen. Das wir nicht jeden Menschen auf dieser Welt lieben oder mögen können, ist normal aber man sollte darauf achten, was und vor allem wie man etwas sagt.
Zurück aber zu Tote Mädchen lügen nicht. Auch wenn diese Serie ein sensibles Thema aufgreift, worüber viele lieber schweigen, fand ich sie gut. Es wird einem sehr deutlich vor Augen geführt, wie verschieden wir Menschen sind und auch unsere Reaktionen. In der Serie sieht man anhand dieser Teenager, wie verschieden Menschen auf ein und die selbe Situation reagieren können und dementsprechend auch handeln oder handeln möchten.
Jeder der Protagonisten reagiert in der Serie anders auf die Geschehnisse und verarbeitet auch alles ganz anders. Man begleitet auch die Eltern in der Serie, welche versuchen zu verstehen, wieso sich ihre Tochter das Leben genommen hat.
Ich könnte jetzt noch ewig weiter über diese Serie schreiben, da sie wirklich viel Stoff zum Schreiben bietet aber ich glaube das wird sonst langsam zu viel. Ich kann nicht anders, als dieser Serie 5 von 5 Ankern zu geben. Eine Warnung möchte ich aber auch nochmal aussprechen. Besonders vor der letzten Folge, diese hat es in sich. Man sieht nämlich komplett wie sich Hannah Baker umgebracht hat und das hat mich ganz schön mitgenommen.

 

 

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