All die verdammt perfekten Tage (Rezension)

Das neue „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

Viele sagen und denken es. Jennifer Niven ist mit Ihrem erst Roman „All die verdammt perfekten Tage“ ein wirklicher Kongruent zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ gelungen. John Green sollte sich in Acht nehmen und jeder Fan sollte dieses Buch in seinem Leseregal haben.


Inhalt

Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

 

Quelle: Randomhouse

 

Titel: All die verdammt perfekten Tage
Original Titel: All the bright places
Autor/in: Jennifer Niven
Übersetzer/in: Alexandra Ernst
Seitenanzahl: 394
Preis: 14,99 €
ISBN (13): 978-3-8090-2657-0
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

Cover

Ja, ich habe einen neuen Unterpunkt zur Bewertung hinzugefügt. Das Cover, welches für mich persönlich eine sehr große Rolle spielt. Das Cover passt perfekt zum Buch, es erinnert einen sofort an Finch und Violet. Wenn man es natürlich erstmal liest. Auch die innen Gestaltung passt sehr gut zur Geschichte.

 

Ihr fragt euch auch bestimmt wieso zwei Schleifen vom Reiten auf meinem Beitragsbild zusehen sind oder? Dazu lässt das Buch und dann kommt Ihr bestimmt auf die Lösung. Es hat nichts mit der Reiterei zu tun.

Schreibstil

Anfangs begeisterte mich das Buch nicht wirklich. Dies lag aber nicht am Schreibstil von Niven. Diesen mochte ich von Anfang an sehr, weil man von Beginn an merkt, dass Niven sehr gute Sätze bilden kann. Sie weiß wann es Zeit ist aufzuhören. Ich hasse es einfach, wenn Sätze endlos lang sind und ohne Wenn und Aber geschrieben sind, wie man so schön sagt.

Meinung

Wie bereits gesagt, fand ich das Buch anfangs nicht sehr mitreisend. Wodurch bei mir eine kleine Leseflaute entstand. Da ich aber aufgrund einer Verletzung in den letzten Wochen nicht wirklich was machen konnte, außer liegen, bekämpfte ich meinen inneren Schweine Hund, der keine Lust mehr auf das Buch hatte und lass weiter. Ich war halt doch ein bisschen neugierig, wie es weiterging und wollte es nicht gleich aufgeben, zum Glück. Denn umso weiter ich kam, wurde es immer interessanter, bis ich es am liebsten gar nicht mehr weglegen wollte. Als Protagonisten haben wir zwei Teenager in diesem Buch, welche mir auch von Beginn an sympathisch waren. Besonders mit Violet fühlte ich mich verbunden. Sie handelte oft so, wie ich es auch getan hätte aber auch Finch wuchs mir ans Herz. Was ich auch sehr schön fand war, dass man diese Geschichte sowohl aus Finch Sicht erlebt aber auch aus Violets. Es springt immer zwischen beiden hin und her, wodurch man natürlich beide Charaktere sehr gut kennenlernen kann. In diesem Roman gibt es auch bis aufs typische Mobbing, womit Finch jeden Tag zurechtkommen muss, keine Klischees. Von den anderen wird er als Freak und anders bezeichnet. Violet hingegen ist ein beliebtes Mädchen, was zum Anfang der Geschichte von jedem mit Samthandschuhen angefasst wird. Durch einen unschönen Grund begegnen sich die beiden in der Schule zum ersten Mal und man merkt das Finch von Violet sehr angetan ist. Violet hingegen will nicht wirklich was mit ihm zu tun haben aber die beide kommen sich durch ein gemeinsames Schulprojekt immer näher. Es gefiel mir sehr zu lesen, wie Violet begann Finch immer mehr zu mögen und er direkt von Anfang an ehrlich zu ihr war und immer zeigte, dass er sie mag. Suizid und Depressionen sind oft ein Tabu Thema aber genau wie John Green hat auch Niven es geschafft ein unschönes Thema mit all seinen Facetten gut umzusetzen.

Fazit

Von vielen habe ich gehört, dass sie diese Geschichte noch mehr mögen als „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Ich stimme zu, dass Sie einen sehr guten Roman geschrieben hat und es John Green Fans auch sehr gut gefallen könnte aber besser finde ich es persönlich nicht. Ich gebe zu, Sie ist Ihm auf den Versen aber bei John Green konnte mich bis jetzt jedes Buch und besonders „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von Beginn an in den Bann ziehen. Das hat Niven mit dieser Geschichte nicht geschafft aber wer weiß vielleicht mit Ihrem nächsten Roman. Auf jeden Fall bin ich froh, es bis zum Ende gelesen zu haben und kann es Bücherwürmern, die auf sehr emotionale Bücher stehen, empfehlen. Macht euch aber auf viel Schmerz gefasst. Ich würde es nicht empfehlen, wenn Ihr selbst gerade in einer instabilen Lage seid oder jemand in eurem nähren Umfällt. Jedenfalls würde ich dann sowas nicht noch lesen wollen, letzten Endes müsst das selbst entscheiden.

Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Anker, einer fehlt weil es mich zu Beginn einfach nicht begeistern konnte.

 

 

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