Alles was glänzt (Rezension) | Produktplatzierung

Endlich gibt es mal wieder eine Rezension von mir. Ich habe „Alles was glänzt“ als Rezensionsexemplar erhalten und werde euch ohne Wenn und Aber meine ehrliche Meinung über das Romandebüt von Marie Gamillscheg erzählen.

Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang – ausgerechnet hier.

Quelle: Randomhouse

 

Titel: Alles was glänzt
Original Titel: Alles was glänzt
Autor/in: Marie Gamillscheg
Übersetzer/in:
Seitenanzahl: 219
Preis: 18,00 €
ISBN (13): 978-3-630-87561-3
Verlag: Leuchterhand
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

Also gegen das Cover kann man rein gar nichts sagen. Es passt zum Cover Text. Schließlich ist der Dreh und Wendepunkt ein Berg und liest man erst die Geschichte, wird das Cover bei jedem anschauen immer schöner. Es ist schlicht, was super zur Story passt und doch irgendwie auffallend und vor allem ansprechend. Dieses Buch könnte zu einem Cover-Kauf verleiten.

Ein Jammer, dass das Cover mehr strahlt als die Geschichte. Ich sage direkt an dieser Stelle, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich dieses Buch nicht bis zum Schluss gelesen. Ehrlicherweise hätte ich es ziemlich schnell weggelegt. Marie Gamillscheg hat einen sehr komplizierten und eigenen Schreibstil, mit dem ich überhaupt nicht zurechtkam. Dadurch bin ich an keiner einzigen Stelle in das Buch reingekommen. Das zum Leid der Geschichte. Das Buch könnte man innerhalb eines Sonntagsnachmittags durchhaben, es hat immerhin nur 219 Seiten. Da der Schreibstil aber äußerst anstrengend zu lesen war, habe ich vielleicht wenn es hochkam immer nur um die 30 Seiten gelesen und dementsprechend länger gebraucht. Gamillscheg hat entweder ganz kurze Sätze geschrieben, was gut sein kann aber oft hatte ich das Gefühl, dass an dieser Stelle dann etwas fehlte. Der Satz wirkte gebrochen, als würde ein Stück fehlen, dass man nirgendwo findet. Dann hat Sie aber auch wiederum so lange Sätze geschrieben, dass man manchmal gar nicht mehr wusste, was zum Anfang des Satzes passiert ist. Ungelogen musste ich manche Sätze zwei oder drei Mal lesen. Was auf Dauer sehr anstrengend war und mir die Lust am Lesen verdorben hat. Durch die sehr eigenwillige Schreibweise fand ich wie erwähnt auch nicht in die Geschichte hinein. Gamillscheg hat auch zusätzlich noch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Was wirklich schön sein kann. Jedoch hat Sie es dezent übertrieben. Man liest die Geschichte aus ungefähr sechs oder sieben verschiedenen Perspektiven. Das war meiner Meinung nach zu viel. Ich finde ein oder zwei Perspektiven genau richtig, vielleicht noch eine Dritte. Natürlich kann man ein Buch auch aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven schreiben und es kann einem bestimmt auch gelingen. Dann sollte man aber nicht so schreiben, wie es Gamillscheg getan hat, dass macht alles unnötig kompliziert. Zudem sollte man dem Leser etwas mehr Inhalt durch Wechsel bieten. Oft fühlte ich mich verloren und wusste nicht genau, in welchem Zeitrahmen ich mich nun befand. Ich will euch an dieser Stelle nicht Spoilern, dadurch ist es gerade sehr schwer, dass zu umschreiben. Vielleicht möchte der ein oder andere dem Buch trotzdem noch eine Chance geben, daher Versuche ich es einfach mal weiter. Man sprang zwischen zwei Zeitrahmen hin und her und noch dazu zwischen den vielen verschiedenen Perspektiven. Manchmal fragte ich mich auch, was dieses Kapitel mit dem vorhandenen Wissen aus der Geschichte zu tun hat. Vielleicht war das ein Versuch, die Charaktere dem Leser näher zu bringen? Ich weiß es nicht. Leider blieben die Charaktere etwas oberflächlich und man konnte sich dadurch nicht in sie hineinversetzten.

Leider ist es das bis jetzt schlechteste Buch, was ich gelesen habe. Das tut mir auch irgendwie echt leid, weil es der Debütroman von Gamillscheg ist aber ich möchte euch meine ehrliche Meinung nicht vorenthalten. Die Geschichte hätte auch sehr interessant sein können aber die Schreibweise und die oberflächlich gehaltenen Charaktere haben es einem nicht ermöglicht, die Geschichte genießen zu können. Geschweige denn in die Welt dieses Buches einzutauchen. Ich war dadurch besonders zum Ende hin mit meinen Gedanken immer wieder woanders. Sie schweiften ab und fanden nicht ihren halt in der Geschichte.

Dieses Buch erhält von mir nur einen Anker. Ich möchte keine Null verteilen, weil mir das doch etwas zu Streng erscheint. Immerhin gab es ein paar kleine Schmutzler und des Öfteren war ein guter Ansatz vorhanden. Der sich beim Weiterlesen dann jedoch immer wieder verlor. Leider.

Vielen Dank an den Luchterhand Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

 

 

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