Einzelband oder Reihe ? Ein Interview

Hallo und welcome back zu einem neuen Beitrag. Im März war ich auf dem Lovelybooks Community Treffen und dort ist man dann auf das Thema gekommen, dass immer häufiger, besonders im Genre Fantasy, Reihen geschrieben werden aber ist das wirklich immer so gut? Haben Einzelbände nicht auch ihren Reiz? Zu diesem Thema habe ich vier verschiedene Personen befragt, was sie besser finden und was ich zu dem Thema denke erfährst du in diesem Beitrag.

Erstmal ein großes Dankeschön an meine Interviewpartner Ela, Chris, Lou, und Kate, dass Ihr alle so fleißig meine Fragen beantwortet habt aber wer sind Sie überhaupt? Ela, Lou und Kate haben jeweils Ihren eigenen Blog und Chris ist selbst ein Autor.

Reihen oder Einzelband?

Das ist eine immer häufiger gestellte Frage und bei mir kommt das ganz auf die Geschichte an. Obwohl meistens bevorzuge ich Reihen. Vor kurzen habe ich „Left To Fate“ gelesen und dieses Buch ist ein Einzelband, worüber ich sehr traurig bin, weil das Ende noch Freiraum gibt und die Geschichte theoretisch weitergeschrieben werden kann. Bei dieser Geschichte würde ich mich sehr freuen, wenn es noch weitergeht, weil ich mich von Samantha und David noch nicht verabschieden möchte. Eine Rezension kommt übrigens bald. Dann gibt es aber auch wiederum Bücher wie die After-Reihe. Bücher die höchstens eine Dilogie hätten werden müssen, weil das einfach zu viel ist, was Anna Todd da geschrieben hat und vor allem immer das Gleiche, sodass es langweilig wird. Ich bin was Reihen und Einzelbände angeht sehr unentschlossen, manche Bücher brauchen nur ein Buch und das Ende ist so gestaltet, dass man zufrieden gestellt wird aber dann gibt es wiederum auch Bücher wie „Left To Fate“ die ein Einzelband sind aber noch so viel Stoff zum Erzählen haben und so gut sind, dass ich mich nur aufregend kann, wenn es bei einem Buch bleibt. Aber was sagen denn meine vier Interview Partner dazu?

1) Ohne erstmal groß weiter darüber nachzudenken, wenn dich jemand auf der Straße Fragen würde, ob du Einzelbände oder Reihen bevorzugst, was wäre deine Antwort? Gerne mit Begründung.

Ela: Einzelband. Ich lese grundsätzlich eigentlich lieber Einzelbände, da Reihen mir zu „anstrengend“ sind. Nicht nur, dass ich es nervig finde, auf Folgebände warten zu müssen, oft denke ich auch, dass eine Geschichte zu sehr ausgeschlachtet wird und ein Einzelband auch gereicht hätte. Und teilweise fehlt mir die Geduld dafür. Außerdem mag ich es, wenn eine Geschichte nach einem Band erzählt ist und man sich dann voll und ganz der nächsten Geschichte widmen kann.

Chris: Einzelbände, wobei die Differenzierung zwischen beiden immer schwieriger wird. Es ist für dich als Käufer kaum noch zu erkennen, ob das Buch was du gerade in den Händen hältst, ein Einzelwerk ist oder einer Reihe angehört. Als bestes oder bekanntestes Beispiel, nenne Ich Harry Potter. Jeder einzelne Teil erzählt – mit Rowlings unverwechselbaren Charme – eine geschlossene Geschichte und dennoch, Vollständigkeit ist erst gegeben, wenn man auch die restlichen Bücher gelesen hat.

 Lou: Tatsächlich kommt es hierbei auf die Anzahl der Bücher in einer Reihe an. Ich bin eine Person bei der das Motte gilt: In der Kürze liegt die Würze. Denn ich habe schon viele Reihen gelesen, die nach dem dritten Band einfach die Spannung nicht mehr halten konnten. Jedoch mag ich Reihen sehr gerne, die aus Einzelbänden bestehen, wie zum Beispiel die Again Reihe von Mona Kasten, oder Trilogien und Kürzer.

Kate: Puh, das ist eine schwierige Frage, wie ich finde. Aber ich denke, ich bevorzuge Einzelbände. Weil ich es mag, wenn eine Geschichte abgeschlossen ist und ich es so oft verpasse eine Reihe weiterzulesen.

2) Findest du, das Reihen in letzter Zeit immer mehr zum Trend geworden sind und was sagst du dazu?

Ela: Eigentlich nicht. Ich habe das Gefühl, dass eher im Fantasy- und Science-Fiction-Bereich Reihen noch eine Rolle spielen. Allerdings ist mir z. B. im New Adult Bereich aufgefallen, dass es dort zwar Reihen gibt, aber die Bücher an sich immer abgeschlossen sind. Die Handlung spielt nur am selben Ort und manchmal tauchen Charaktere aus anderen Bänden auf, die Protagonisten sind aber immer andere (z. B. die Burn-Reihe von Claudia Balzer). Oder Krimi-Reihen. Sind zwar immer die selben Ermittler, aber der zu lösende Fall ist immer ein anderer. Ansonsten ist mir bisher nicht wirklich aufgefallen, dass die Buchreihen mehr geworden sind, zumindest nicht übermäßig mehr als in den vergangenen Jahren.

Chris: Ich denke, Reihen hat es immer schon gegeben, durch unsere digitale Entwicklung geraten sie heutzutage nur stärker in den Fokus. Die Faszination eine Reihe aufzubauen kommt dir nicht über Nacht. Zuerst schreibst du an einem Buch, entwickelst deine eigene innige Beziehung zu deinen Charakteren, willst das sie sich entwickeln. Irgendwann bist du dann am Ende der »Geschichte«, veröffentlichst diese und merkst, sie kommt bei deinen Lesern gut an. Durch die ständige Verbindung mit dem Internet bekommst du jeden positiven Kommentar mit, den deine Leser dir mitteilen, ist Balsam für die nach Anerkennung lechzende Seele. Aufgrund des Erfolgs versucht man da anzuknüpfen, da man noch unzählige Ideen zu dem Thema hat. Eine Reihe aufzubauen, ist die Schöpfung eines Labels, mit der man dich unwiderruflich in Verbindung bringt.

 Lou: Tatsächlich gibt es Reihen schon seit Ewigkeiten, weshalb ich so nicht von einem neuen Trend sprechen würde. Jedoch finde ich, dass Reihen aus Einzelbänden immer mehr an Popularität gewinnen.

Kate: Reihen sind jetzt schon seit Ewigkeiten da, deshalb würde ich es nicht mehr Trend nennen. Aber mir ist aufgefallen, dass Dilogien immer beliebter geworden sind. Es gibt neuerdings wahnsinnig viele Reihen, die nur aus zwei Bänden bestehen.

3) Hast du schonmal ausversehen mitten in einer Reihe angefangen?

Ela: Nein. Da ich es ja wie bereits erwähnt hasse, auf Folgebände warten zu müssen, fange ich meistens Reihen erst dann an, wenn alle Teile bereits erschienen sind. Oder ich lese sie einfach gleich auf Englisch. Manchmal werden die ja dann auch einfach nicht weiter ins Deutsche übersetzt. Ich besorge mir dann meist auf einmal alle Teile und gucke dann immer vorher, was die richtige Reihenfolge ist.

 Chris: Ja, schon bei einigen. Ich nehme mal an, Du möchtest jetzt auch wissen bei welchen? Ich habe zum Beispiel die Alex Cross Reihe mit »… denn zum Küssen sind sie da« angefangen und Ich kann dir bis heute nicht sagen, ob das nun der erste Teil war oder nicht.

Lou: Um ehrlich zu sein: Ja. Aber dies ist mir nur einmal passiert. Ich habe ausversehen den dritten Band gekauft anstatt den Ersten. Jedoch habe ich nichts verstanden, was vorher geschehen ist und somit bin ich nicht wirklich gut in die Geschichte hineingekommen. Seit diesem Moment lese ich alle Reihen, egal welche, immer von dem ersten Band an.

Kate: Mh, ich glaube ja. Mir fällt gerade kein richtiges Beispiel ein, außer die Chicago Stars-Reihe von Susan Elizabeth Phillips. Das sind Liebesromane, aber da jeder Band von einem anderen Pärchen handelt, ist es nicht schlimm, wenn man da mit einem späteren Band einsteigt.

4) Hast du das Gefühl, dass in Einzelbänden die Charaktere und deren Welt manchmal etwas zu kurz kommen?

Ela: Puhh, schwierig. Ich kenne wirklich viele Autoren, die es schaffen, den Charakteren, der Handlung etc. in einem Band genügend Tiefe zu geben und das sogar manchmal auf gerade mal 250 Seiten. Ich glaube, wenn der Autor oder die Autorin sich vorher bewusst macht, dass es halt wirklich nur ein Einzelband ist, dann schafft er/sie es auch, das alles in einem Band gut darzustellen. Wenn aber von vorneherein klar ist, dass es mehrere Teile geben wird, merkt man oft im ersten Band, dass da noch viel Entwicklungspotenzial ist. Klar habe ich auch schon Einzelbände gelesen, wo mir einfach alles zu oberflächlich gewesen ist. Es muss ja dann nicht mal einen zweiten oder dritten Teil geben, manchmal hätten ja vielleicht auch schon 50 oder 100 Seiten mehr gereicht. Kommt dann aber auch immer auf das Genre an. Bei Fantasy finde ich es sogar relativ sinnvoll, dass es Folgebände gibt, da die konzipierte Welt und die Charaktere ja doch oftmals sehr komplex sind. Aber bei einem Liebesroman oder so brauche ich nicht wirklich Folgebände und da kann der Autor/die Autorin es auch super schaffen, dass alles seinen Raum bekommt.

 Chris: Das kommt auf das Genre, bzw. das Setting an. Eine zu ausufernde Vorgeschichte oder Bekanntmachung von Wer-mit-Wem ist langatmig und hält mich als Leser nicht bei Laune. So etwas erwarte Ich in einem medizinischen oder wissenschaftlichen Fachjournal, nicht aber bei Spannungslektüre und schon gar nicht bei Horror. Bei Fantasy allerdings gehört es dazu, da will Ich mich in diese Welt hineinversetzen, sprichwörtlich durch die Augen des Autors sehen und da fängt für mich die Kunst von Fantasy an. Diese ausladenden Erzählungen vergangener Kriege, Welten in denen allerhand existiert und intrigiert. Ich finde es klasse und sage vorneweg, ich könnte dieses Genre nicht schreiben.

Lou: Natürlich ist es schwieriger die Charaktere und die Welt in Einzelbände zu verpacken. Aber dennoch ist es möglich und sehr viele Autoren und Autorinnen schaffen dies auch sehr gut. Manchmal braucht man keine seitenlangen Beschreibungen um sich vorstellen zu können, wo die Charaktere sind oder wie sie vom Charakter her sind. Ich finde vieles findet man über Dialoge und Verhalten selbst heraus.

Kate: Nicht unbedingt. Ich finde nicht, dass bei Einzelbänden etwas zu kurz kommen muss. Aber das kommt natürlich auf den Autoren und seine Erzähltechnik an. Und natürlich auch auf die geschaffene Welt und wie ausführlich die für die Handlung erklärt werden muss. Aber so generell: Es gibt ganz viele Autoren, die ihre Geschichte und ihre Welt wunderbar in nur einem Band darstellen können. Nina Blazon schafft das zum Beispiel immer wieder gut.

5) Wenn du dich entscheiden müsstest, würdest du nur noch Einzelbände oder Reihen lesen?

Ela: Einzelbände. Aus den schon dargelegten Gründen.

 Chris: In diesem Fall nehme Ich die Reihen, da habe ich eine gewisse Beständigkeit, zumindest für eine Zeit, aber bitte in chronologischer Abfolge. Ich will nicht durcheinanderkommen.

Lou: Diese Frage ist ziemlich schwierig, da ich beides sehr gern lese.

Kate: Da nehme ich die gleiche Antwort wie bei der ersten Frage. Ich mag es, wenn Geschichten abgeschlossen sind und ich mich voll und ganz einer neuen widmen kann. Es passiert viel zu oft, dass ich eine Reihe abbreche, weil ich einfach nur vergesse weiterzulesen, bis ich nichts mehr vom ersten Band weiß.

6) Gibt es einen Einzelband, aus dem du gerne eine Reihe machen würdest oder umgekehrt?

Ela: Ein Einzelband fällt mir jetzt so spontan nicht ein. Es gibt immer Einzelbände, bei denen man sich wünscht, man könnte die Charaktere noch eine Weile länger begleiten. Aber oftmals finde ich die Einzelbände dann trotzdem genau richtig, weil viele Geschichten nach einem Band einfach erzählt sind und es schwierig ist, diese dann in Folgebänden weiterzuspinnen, obwohl es eigentlich nichts mehr zu erzählen gibt. Andersrum hätte ich mir tatsächlich oft gewünscht, dass Reihen als Einzelband angelegt worden wären. Zum Beispiel finde ich die Folgebände von „Ein ganzes halbes Jahr“ total unnötig. Auch die Maxton-Hall-Reihe (Save me, Save you, Save us) von Mona Kasten hätte man gut als Einzelband anlegen können. Oder zumindest als Reihe, die im gleichen Universum spielt, aber mit anderen Protagonisten. Auch die Reihe von Anna Todd (After Passion etc.) hätte man vielleicht anders umsetzen können, da es für mich nach Band 1 immer weiter abwärts damit ging.

 Chris: Okay, da fällt mir nur ein Buch von Stephen King ein, der meiner Meinung nach, keinen zweiten Teil gebraucht hätte. Ich weiß nicht warum er auf die Idee kam Doctor Sleep zu schreiben, der ja mehr oder weniger die Fortsetzung zu Shining ist, dies hätte nun wirklich nicht sein müssen.

Lou: Vor einiger Zeit habe ich „Animant Crumb’s Staubchronik“ von Lin Rina gelesene und es war einfach unglaublich schön. Am liebsten hätte ich aus dieser Welt noch wenigstens zwei weitere Bände, die sich vielleicht mit anderen Charakteren beschäftigen, wie zum Beispiel dem Bruder.

Kate: Eine Reihe, die mir spontan einfällt, aus der man einen Einzelband hätte machen können, ist „Kirschroter Sommer“ und „Türkisgrüner Winter“ von Carina Bartsch. Die beiden Bücher habe ich zwar in einem Rutsch gelesen, aber der zweite war eine komplette Wiederholung dessen, was im ersten Band passiert ist. Andersherum fällt mir tatsächlich kein Beispiel ein.

7) Findest du es schöner, wenn eine Geschichte ein klares Ende hat oder freust du dich darauf, wenn du wieder in die Welt mit den Protagonisten eintauchen kannst?

Ela: Wenn ich die Protagonisten mochte bzw. mir der erste Teil gefallen hat, freue ich mich auf jeden Fall darüber, wenn es Folgebände gibt. Allerdings sollte man es dann auch nicht zu sehr ausschlachten, sondern nach drei oder vier Bänden sollte dann auch bitte langsam Schluss sein. Dann aber auch mit einem klaren Ende.

 Chris: Die einzigen Grenzen die es hier gibt, liegen im Kopf der Autoren. Ein klares Ende, muss nicht immer sein. Viel eher ist es doch der Reiz, am Ende des Buches die Möglichkeit zu haben, gewisse Aspekte der Geschichte nach seinem eigenen Empfinden zu interpretieren. Gibt man dem, Leser zwei Arten ein Ende zu interpretieren, hält der Effekt über das Buch länger an, er beginnt darüber zu reden und sich auszutauschen. Mit diesem Effekt schafft man es auch in Einzelbänden den Leser zu motivieren, nochmals die Geschichte zu lesen, vielleicht nicht gleich, aber ein paar Monate später.

Lou: Hier kommt es drauf an, ob ich die Reihe direkt hintereinander lesen kann oder ob ich auf den jeweils nächsten Band warten muss. Ich bin eine Person, die Happy Ends benötigt, bzw. sie sehr gerne liest und ich benötige ein klares Ende, was am Ende der Reihe ja meist auch gegeben ist. Jedoch ist der Weg der Reihe dorthin etwas weiter. Wenn die Reihe wirklich gut ist und mich fesselt, kann ich damit leben, aber ich bevorzuge klare Enden.

Kate: Ich mag es, wenn es ein klares Ende gibt. Allerdings tauche ich auch gerne wieder in die Welt ein. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von Reihen, die unterschiedliche Charaktere als Protagonisten haben, in der aber alles in ein und der selben Welt spielt. So ist zwar jede Geschichte für sich abgeschlossen, ergibt zusammen aber ein großes Gesamtbild. Das mag ich sehr, sehr gerne. Kresley Cole kann das zum Beispiel richtig gut. Und Nina Blazon ist hier auch wieder ein gutes Beispiel, weil sie in ihren Büchern versteckte Anspielungen zu anderen Büchern und Welten von ihr schafft. Das bereitet beim Lesen einfach Freude.

8) Findest du, Reihen sehen im Bücherregal schöner aus?

Ela: Kommt auf die Covergestaltung an. Wenn es von der Gestaltung her zusammenpasst, finde ich das auf jeden Fall super und macht im Regal eindeutig immer was her. Wenn es natürlich alles verschiedene Farben sind, macht es nicht unbedingt einen Unterschied und sieht auch nicht zwingend schöner aus. Aber mein Regal ist sowieso nach Farben sortiert, daher macht es keinen Unterschied, ob Einzelband oder nicht, da Reihen bei dieser Sortierung ja sowieso auseinandergerissen werden.

 Chris: Wenn Ich mir Bücher nach Schönheit kaufen würde, wäre mein Regal mit Reihen übersät!

Lou: Ja. Reihen haben meist ähnliche Designs, weshalb sie besser zusammenpassen und einfach schöner im Regal aussehen.

Kate: Das tun sie definitiv. Weil sie (meistens) einheitlich gestaltet sind. Das macht dann im Bücherregal natürlich schon was her. Andererseits ist so ein farblich sortiertes Regal auch ganz hübsch. Das geht mit Reihen dann wieder eher schlecht.

9) Wenn du eine Reihe kaufst, holst du dir lieber eine Sammelbox oder kaufst du lieber alle einzeln?

Ela: Ich kaufe die Bücher lieber einzeln. Nicht nur aufgrund der Farbsortierung, sondern auch, weil ich den Boxen jetzt nicht wirklich etwas abgewinnen kann. Preislich macht es ja aufgrund der Buchpreisbindung auch selten einen Unterschied, zumindest nicht bei deutschen Ausgaben.

 Chris: Einzeln, bei einer Reihe muss Ich doch wissen wie es weitergeht. Da kann Ich doch nicht das Risiko eingehen, gespoilert zu werden.

Lou: Meistens erscheinen die Sammelboxen immer erst später. Zwar sehen die Boxen meistens schöner aus, aber an sich würde ich eher alle einzeln kaufen.

Kate: Also so aus dem Moment heraus würde ich Sammelbox sagen. Aber da ich fast nur noch Neuerscheinungen kaufe, gibt es da in der Regel noch keine Sammelboxen. Da muss ich sie mir also einzeln holen.

10) Dein persönliches Fazit?

Ela: Ich habe nichts gegen Reihen, sondern finde es bei manchen Büchern sogar angebracht, dass es Folgebände gibt. Für gewöhnlich greife ich aber eher zum Einzelband, weil ich da nicht so viel Geduld für brauche und nicht auf Folgebände warten muss. Aber egal ob Reihe oder Einzelband, wenn es richtig gut geschrieben und umgesetzt ist, lese ich auf jeden Fall auch beides und schließe da nichts aus.

 Chris: Gegen einen Einzelband gibt es nichts zu sagen, doch mit einer Buchreihe bindet der Autor praktisch den Leser an sich, was sich wiederum positiv auf die Verkäufe auswirkt. Ich verteufle dies nicht, ganz im Gegenteil. In unserer schnelllebigen Gesellschaft hat Beständigkeit an Bedeutung verloren, was Ich erschreckend finde. Aus diesem Grund finde Ich es ausgesprochen beruhigend zu sehen, dass die Menschen wenigstens beim Lesen diese Beständigkeit aufrecht erhalten.

Lou: Alles in allem scheint es so als bevorzuge ich kurze in sich abgeschlossene Bücher und Einzelbände. Reihen gehören zwar auch in mein Bücherregal, jedoch sind mir diese meist zu lang.

Kate: Reihen sind doof! Es ist zwar toll, wenn eine Welt und vor allem eine Handlung so komplex ist, dass sie sich über mehrere Bände erstreckt und nicht langweilig wird. Aber für mich, mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Fliege, sind Reihen einfach eher ungünstig. Wenn ich nicht sofort an den zweiten Band rankomme, sondern erst einmal Monate warten muss, war es das meistens und ich beende die Reihe nie.

Das war es mit dem Interview. Ich hoffe, es hat dir gefallen und du schaust bei den Vieren mal vorbei? Ich fand die unterschiedlichen Meinungen und Antworten sehr faszinierend und interessant. Als Fazit könnte man im Allgemeinen feststellen, dass die Meisten beidem gegenüber offen sind und es vom Autor/ von der Autorin und seinem/ ihrem Schreibstil abhängig machen. Dem kann ich nur zustimmen, obwohl ich nur ganz selten erlebe, dass ich mit dem Ende eines Einzelbandes glücklich bin, weil sie oft offen gestaltet sind und das bringt mich dann an den Rand der Verzweiflung. Wie siehst du das?

 

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