Tagesausflüge

Der Escape Wahnsinn – Smart Room

Hallo Hallo Hallo und herzlich willkommen zurück zu einem neuen Beitrag. Es geht weiter mit dem Escape Room Wahnsinn. Auch im Dezember haben wir keine Pause gemacht und uns in weitere Abendteuer gestürzt. Wie unser Besuch bei Smart Room gewesen ist, erfährst du heute.

Auch im neuen Jahr, kommen noch ein paar Escape Room Beiträge auf dich zu. Sollte das hier der erste Beitrag sein, den du auf meinem Blog liest, dann erstmal herzlich willkommen und ich würde dir empfehlen, wenn du dich für diese Reihe interessiert, erstmal den Einleitungsbeitrag zu lesen. Vor diesem Escape Room waren wir auch schon in zwei (drei – außerhalb der Reihe) weiteren Rooms unterwegs. Escape Berlin hatte uns zum zweiten Mal eingeladen und bei Labyrintoom Berlin durften wir einen Film inspirierten Raum ausprobieren. Heute geht die Reise weiter zu Smart Room. Dort konnten wir den Raum „Andere Welt“ spielen.

Geht es schon los?

Anfangs waren wir etwas verdutzt, weil wir die Tür zum Gebäude nicht einfach öffnen und eintreten konnten. War das schon unsere erste Aufgabe? Nein. Wir mussten einfach nur klingeln und warten bis die Spielleiterin uns die Tür öffnete. Mit dieser haben wir uns dann eine Weile wirklich nett unterhielten und auf unsere Mitspieler gewarteten. Sie erzählt uns einiges zu den Räumen, wie es ist Spielleiterin zu sein und die Zeit verging wirklich schnell, bis unsere beiden letzten Spieler eintrafen.

 The Squad

Bei diesem Escape Room waren wir nicht unsere „gewöhnliche“ Truppe. Ich hatte Lara vom Bloggerstammtisch/ 1000km Reisen gefragt, ob sie nicht mitkommen möchte. Ich wusste, dass sie zu dieser Zeit in Berlin ist und wir sind mittlerweile gute Freundinnen geworden. Sie fragte auch nach, da wir noch einen weiteren Spieler oder Spielerin brauchten, ob sie einen Freund von der Uni mitbringen soll/ kann und why not? So hatten wir dieses Mal zwei komplett unerfahrene Spieler dabei, man könnte Escape Room Jungfrauen sagen. Was die Spielleiterin und wir interessant fanden und man auch später beim Spiel und der Bewertung merkte. Während wir drei vom alten Squad direkt im Spiel waren, hat man bei Lara und Jan gemerkt, dass sie erstmal reinkommen müssen. Das funktionierte aber schnell und ich würde sagen, wir hatten alle einen schönen Nachmittag.

Punkte

Die Idee hinter dem Raum ist erstklassig. Es geht darum, dass wir nicht mehr genug miteinander kommunizieren. Obwohl das für viele Menschen essenziel ist und trotzdem bekommen wir oft nicht mit, was in unserer unmittelbaren Umgebung passiert. Dieser Raum soll dafür sorgen, dass wir mehr miteinander interagieren und uns darauf aufmerksam machen, wie wichtig es auch für einen Teil der Bevölkerung ist. Das Konzept hinter dem Raum finde ich wirklich gut und eigentlich sollte es mehr Escape Rooms davon geben. Denn der Raum soll nicht einfach nur Spaß machen, sondern uns auch auf Menschen mit Handicaps aufmerksam machen und wie das Leben für sie ist.

Allerdings habe ich dieses Konzept am Anfang nicht wirklich bei der Umsetzung des Raumes gemerkt. Zu Beginn des Spiels, wirkte der Raum eher als wäre die Thematik ein Zirkusbesuch. Im Laufe des Spiels mussten wir dann aber auf verschiedene Sinne verzichten und lernen, uns über andere Kommunikationswege miteinander zu verständigen. Womit das Konzept das hinter dem Raum steckt im weiteren Verlauf deutlich zu erkennen war. Das Kommunizieren über verschiedene Kommunikationswege war auch gar nicht so einfach. Für die Meisten von uns ist es etwas Selbstverständliches aber nicht für jeden auf der Welt. Dadurch ist beim Spiel unterbewusst dieser Gedanken aufgekommen, wie schwer es für diese Menschen sein muss und wie selbstverständlich wir das einfach alles sehen, obwohl es das eigentlich nicht ist. Die Rätsel waren meiner Meinung nach teilweise etwas zu kompliziert. Nicht, weil wir auf bestimmte Sinne verzichten mussten. Besonders ein Spiel auf Anfang war so kompliziert aufgebaut, dass die Jungs gefühlt eine halbe Stunde damit verbracht haben. Das ist natürlich dezent übertrieben aber irgendwann hat man gemerkt, dass es ihnen auch keinen Spaß mehr macht. Da es simple gesagt, kein Erfolgserlebnis gab und man nicht vorangekommen ist.

Den Schwierigkeitsgrad könnte man etwas überarbeiten und besonders das Rätsel am Anfang vereinfachen, schließlich soll es ja auch Spaß machen. Im weiteren Verlauf haben die Rätsel aber wirklich Spaß gemacht und wir kamen dann auch kontinuierlich voran. Obwohl es leider eine Aufgabe gab, die wir richtig gelöst hatten aber die Materialen anscheinend schon ziemlich oft in Benutzung gewesen sind und dadurch nicht mehr so ganz richtig funktioniert haben. Weshalb die Spielleiterin uns dann das Rätsel als gelöst bestätigt hat, da wir es ja wirklich richtig hatten aber die Technik leider nicht mehr funktionierte. Das wäre natürlich schön, wenn es überarbeitet wird. Da es uns ziemlich viel Zeit gekostet hatte, die uns dann leider am Ende gefehlt hat. Für diesen Raum hat man schon 90 Minuten Zeit aber ich muss sagen, wenn uns die Spielleiterin zum Schluss nicht ziemlich viel geholfen hätte, wäre das der erste Escape Room gewesen, den wir nicht geschafft hätten. Das lag zum Teil natürlich auch an uns selber. Da wir alle uns erstmal abstimmten und mit den neuen Kommunikationswegen zu rechten kommen mussten aber auch etwas an den Rätseln. Wäre das technische Game zum Anfang etwas simpler und die Materialen hätten bei einem anderen Rätsel einwandfrei funktioniert, hätte man es in der Zeit schaffen können. Ohne viele Tipps am Ende. Wenn man das etwas überarbeitet, ist es wirklich ein sehr interessanter Raum. Der ein ernstes Thema anspricht und durch das spaßige Erlebnis mit den Rätseln und Aufgaben im Gedächtnis bleibt.

Jan, Lara, Ich, Robert und Julian

Feeling: 3,5 von 5 Punkten > da man bis auf das Einleitungsvideo am Anfang nicht wirklich das eigentliche Thema gemerkt hat, was dann erst im späteren Verlauf des Spiels zum Vorschein gekommen ist

Schwierigkeitsgrad: 3,5 von 5 Punkten > besonders ein Spiel vom Anfang sollte vereinfacht werden, um nicht direkt zu Beginn des Rooms die Spieler zur Verzweiflung zu bringen aber die weiteren Rätsel waren sehr gut gestaltet und haben Spaß gemacht

Story: 5 von 5 Punkten > durch das Video am Anfang wird die Story sehr gut erklärt und der Raum bleibt dadurch auch im Gedächtnis, weil wir das noch nirgendwo anders hatten

Gestaltung: 3,5 von 5 Punkten > die Gestaltung könnte besonders am Anfang etwas dezenter sein, weil der Raum eher wie ein Zirkus wirkt und sehr überladen ist. Was uns etwas verzweifeln lies, da wir die Rätsel teilweise nicht als solche erkannt haben

Spaßfaktor: 4,5 von 5 Punkten > denkt man nicht an den Anfang und ans Ende hatten wir zwischen drinnen wirklich großen Spaß

Smart Room bekommt damit 20 von 25 Punkten von mir und ich finde, das wird dem Raum sehr gerecht. Ich kann ihn wirklich weiterempfehlen aber eigentlich wie jeder andere Escape Room, hat auch dieser meiner Meinung nach, jeder empfindet das ja auch schließlich anders, seine Schwachstellen.

Meinung der anderen Spieler/ Spielerinnen

 Jan (Escape Room Jungfrau): Da der Besuch im Smart Room Berlin meine erste Escape Room Erfahrung war, hatte ich noch keine richtigen Erwartungen und Vorstellungen, was mich erwarten könnte. Natürlich kannte ich aus Erzählungen das Spielprinzip aber selber spielen ist natürlich etwas anderes. Wir haben den Raum „Andere Welt“ mit fünf Leuten gespielt, wobei sich anfangs rausstellte, dass zwei von uns regelrechte Escape-Room Profis sind. Zu Beginn hatte ich mich daher erst etwas zurückgehalten und war mir unsicher, wonach ich in dem Raum Ausschau halten sollte. Die Story wurde ebenfalls direkt zu Spielbeginn erläutert, dennoch fand ich, dass diese eher im Hintergrund stand und der Raum durch die Rätsel bestimmt wurde und keiner Geschichte folgte. Der Raum war ansprechend gestaltet und so aufgebaut, dass man immer neue Sachen entdeckt hat, die bei den Rätseln wichtig wurden.
Der rote Faden des Raumes – Kommunikation – wurde jedoch an vielen Stellen deutlich. Einen Großteil der Zeit war unsere 5er Gruppe getrennt und ein Teil der Gruppe war zeitweise beeinträchtig, sodass wir uns nur über bestimmte Kommunikationsweg verständigen konnten.
Die ganzen Rätsel waren weder zu leicht noch zu schwer, bis auf ein Spiel, welches vom Spielprinzip zwar einfach war, uns aber 15 Minuten kostete und ziemlich nervig war. Bei einigen Rätseln, bei denen wir nicht weiterkamen, hat uns die Spielleiterin gute Tipps gegeben, sodass wir am Schluss eine Minute vor Schluss aus dem Raum entkommen konnten.
Mir hat das ganze wirklich Spaß gemachte und ich würde auf jeden Fall wieder in einem Escape Room und auch zu Smart Room Berlin gehen.

 Julian: Direkt zu Beginn des Raumes wurden wir durch ein wirklich eindrucksvolles Einleitungsvideo in unsere heutige Mission eingewiesen. Danach waren wir auf uns allein gestellt. Das erste Rätsel haben wir schnell gefunden und gelöst. Als Nächstes mussten wir gleichzeitig unsere motorischen und kognitiven Fähigkeiten verwenden um weiter zu kommen. Dabei haben wir uns leider ziemlich lange aufgehalten und waren schnell frustriert. Durch die Trennung des Teams kam dann jedoch schnell wieder eine atmosphärische Stimmung auf. Insgesamt wirkte der Raum anfangs ziemlich überladen und eine Art roter Faden war zunächst nicht zu erkennen. Nach und nach verstanden wir dann aber was wir zu tun hatten. Alles in Allem hätte ich mir dabei jedoch noch kleinere Hinweise innerhalb der Rätsel gewünscht, um nicht auf Tipps von außerhalb angewiesen zu sein.

Lara (Escape Room Jungfrau): Für mich war es ebenfalls das erste Mal, dass ich einen Escape Room besucht habe. Am Anfang bin ich nicht so richtig in das Spiel reingekommen. Es gab eine Einführung und ein kleines Video, dass die Situation beschrieben hat, aber als es dann losging, war ich planlos. Die Spieler mit mehr Escape Room Erfahrung fingen sofort an und so hielt ich mich an sie und irgendwann war auch ich voll dabei. Inhaltlich ging es darum, dass wir im Laufe des Spiels Sinne verlieren und so mehr Verständnis für körperlich beeinträchtigt Menschen entwickeln. Deshalb war Kommunikation ein sehr wichtiger Teil, um die Aufgaben lösen zu können.
Ich fand die Aufgaben sehr schwierig, aber da habe ich keinen Vergleich zu anderen Escape Rooms. Ohne die Hilfe der Spielleiterin hätten wir den Raum nicht geschafft. Mit ihrer Hilfe hatten wir tatsächlich 55 Sekunden vor Schluss alle Rätsel gelöst.
Auch wenn dieser Escape Room noch optimiert werden kann, hatte ich sehr viel Spaß beim Lösen der Rätsel. Das lag auch an der tollen Gruppe und daran, dass wir am Ende alles geschafft hatten.

Robert: Der Raum ist sehr auffällig gestaltet, wodurch man die Rätsel, bis auf die unzähligen Zahlenschlösser, nicht immer gleich als solche erkennt. Leider gelang es uns im Raum nicht immer die richtigen Lösungen für einige Rätsel zu finden, da wir in gestalterischen Elementen Hinweise sahen. Leider waren einige Rätsel etwas frimelig, wodurch man zwar die richtige Lösung hatte aber Nichts passiert ist. Das Motto des Raumes und die Geschichte wurde im Spielverlauf deutlich und spürbar, obwohl man dies zu Beginn nicht gedacht hätte. Vielleicht lag es an unserer Inkompetenz, dass wir für mache Rätsel zu lange gebraucht haben aber dadurch fühlte sich das Ende (die letzten 10 Minuten) wie ein Quick-Lösungsguide an. In dieser Zeit haben wir so viele Hinweise bekommen, dass man über viele Rätsel gar nicht selbst nachdenken konnte, sondern nur alles schnell fertig macht, um es zu schaffen.
Nichts desto trotz gab es einige einmalig und besonders coole Rätsel, die durch ihre kreative und individuell Art im Gedächtnis bleiben. Dadurch würde ich den Raum vor allem an Escape Room Profis weiterempfehlen.

Hast du schon einen Escape Room ausprobiert, wenn ja welchen und wie fandest du den?

 

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