Eurovision Song Contest 2018 – Meine Meinung

Bevor ich anfangen, wünsche ich allen Müttern einen wunderschönen Muttertag! Lasst euch von euren Kindern verwöhnen. Viele erwarten heute bestimmt einen Monatsrückblick, dieser wird aber nicht kommen. Schließlich war gestern der Eurovision Song Contest und ich möchte darüber mal ein paar Worte verlieren. Am Mittwoch startet dann etwas einem Monatsrückblick ähnliches, dass macht mir deutlich mehr Spaß beim Schreiben und ich meine auch, dass es bei euch als Leser besser ankommen wird.

Der Eurovision Song Contest hat bei meinen Eltern und mir eine lange Tradition. Wir gucken ihn seit Jahren zusammen, ohne je ein Jahr ausgelassen zuhaben und es wird nicht ins Bett gegangen bevor der Gewinner verkündet wurde. Das ist jedes Jahr auf neue ein schöner aber langer Abend. Traditionen müssen schließlich gewahrt werden.

Dieses Jahr hat aber mal wieder eines der schlechtesten Lieder gewonnen und zwar der Song von Israel. Ein Hoch auf die Meinungsverschiedenheit aber was ich immer wieder komisch finde ist, dass wenn man sich darüber unterhält viele diese Meinung teilen. Ich habe dieses Jahr das ganze Spektakel auch auf Twitter verfolgt und ein wenig mein Senf dazu gegeben und auch dort gab es viele, die der gleichen Meinung waren. Da fragt man sich doch, was für Leute eigentlich voten. Also ich persönlich habe für Tschechin abgestimmt. In diesem Beitrag möchte ich jetzt aber nicht darüber spekulieren, ob diese Veranstaltung nicht mehr alles mit rechten Dingen zugeht, sondern meine Meinung zu den Liedern sagen. Immerhin war es trotz des unschönen Endes ein gelungener Abend, mit vielen guten sogar grandiosen Liedern.

Genießt aber erstmal das Lied der Gewinnerin Netta mit „Toy“ für Israel.

Wie das Gewinnerlied vom letzten Jahr, finde ich auch dieses schrecklich. Das steht bei mir persönlich auf meiner Flop-Liste vom Eurovision Song Contest 2018 aber das ist meine Meinung und Ihr könnt das natürlich ganz anders sehen. Meine Eltern, mein Freund und ich fanden es jedenfalls schrecklich. Ich glaube etwas angeheitert oder gar schon richtig betrunken könnte dieses Lied Spaß machen aber unter normalen umständen gefällt es mir nicht.

Außerdem hat mir der andere Favorit Eleni Foureira mit „Fuego“ für Zypern auch nicht wirklich zugesagt. Besser als Israel ja, aber ein wahres Gewinnerlied ist das auch nicht. Es erinnert mich zwar stark an eine Show von Beyonce, woran das wohl liegt (?) aber das ist auch das beste am ganzen Lied. Es bleibt auch nicht im Ohr, hätte ich für euch jetzt nicht das Video rausgesucht, hätte ich mich gar nicht mehr so genau an die Melodie erinnern können.

Jetzt wollen wir aber mal mit den Songs weiter machen, die mir wirklich gut gefallen haben. Mein persönlicher Favorit war Mikolas Josef mit „Lie To Me“ für die Tschechische Republik. Diesen jungen Kerl hätte ich liebend gern als Sieger gesehen. Ich finde diesen Song genial, der Auftritt war mehr als gelungen und Mikolas ist einfach sehr souverän und selbstbewusst aufgetreten. Ich hatte richtig Spaß beim Zusehen und könnte den Song rauf und runter hören. Mikolas ist mein persönlicher Gewinner, der Kerl hat echt was drauf! Ich muss auch zugeben, dass mich auch sein Look umgehauen hat, ein modisches Daumen Hoch von meiner Seite.

Unseren Song fand ich dieses Jahr auch mal wieder richtig gut. Wir hatten auch schon ziemlich schwache Jahre aber gestern hätte ich uns auch auf dem Ersten Platz sehen können. Michael Schlute`s Song „You Let Me Walk Alone“ läuft schließlich nicht umsonst im Radio rauf und runter. Mitsingen lässt er sich wirklich gut und er bleibt definitiv als Ohrwurm im Gedächtnis aber der Vierte Platz ist in Ordnung. Damit kann ich leben.

Grandios fand ich ja auch Eugent Bushpepa mit „Mall“ für Albanien. Sein Song hat bei mir ein Disney Gefühl ausgelöst, so ein bisschen in die Richtung von „Vaiana“ und damit hatte er mich zu 100%.

Den ersten Platz hätte ich fast jedem außer Israel gegönnt, vor allem Österreich. Für Cesar Sampson mit „Nobody But You“ sah es schließlich auch lange Zeit sehr gut. Wirklich! Ich hätte es diesem jungen Sympathischen Mann richtig gewünscht. Sein Song war tausendmal, nein unendlichmal besser aber man muss nicht alles nachvollziehen können.

Auch Dänemark hat mich wieder richtig mit dem Song „Higher Ground“ von Rasmussen überzeugen können. Als Film- und Serienliebhaber hat er in mir sowieso richtig tolle Gefühle ausgelöst. Wie schon der Moderator sagte, dass einen der Auftritt ein bisschen (sehr) an „Vikings“ und Co. erinnert. Für mich auch ein klarer Favorit für den (Eisernen)Tron.

Die Show von Estland war auch nicht schlecht. Elina Nechayeva mit „La Forza“ war zwar nicht unter meinen Favoriten aber es hat mir gut gefallen. Alleine schon das Kleid hatte mich total verzaubert und ihre Stimme ist wunderschön, dass muss man ihr lassen aber trotz des Kleides hat das gewisse etwas im Lied gefällt. Das hat auch nicht ihre schöne Opernstimme überdecken können, mir hat das I-Tüpfelchen gefehlt.

Eine coole Show haben auch wieder die Finnen abgeliefert mit Saara Aalto und „Monsters“ kam ein bisschen ein Lordi-Feeling auf. Ich fand die damals grandios und das Lied läuft bei mir immer mal wieder. Dieses Jahr hat Saara den Eurovison Song Contest für Finnland gerockt und hätte einen viel besseren Platz verdient gehabt.

Nach fünf Jahren konnten wir endlich wieder Irland auf der Bühne sehen und der Irländer hat mich umgehauen. Diese schöne Hohe Stimme und von Ryan O´Shaughnessy ist zum dahinschmelzen und der Song „Together“ ist zum Verlieben. Ein bisschen erinnert er mich an Ed Sheeran aber das ist natürlich ein Kompliment. Ich hätte mich für Irland gefreut, wenn sie gewonnen hätten.

Auch das weiche und Liebevolle Lied „When We´re Old“ von leva Zasimauskaite für Litauen hat etwas. Für mich zwar nicht das Potential zum Gewinner aber zum dahinträumen und genießen. Die Show war einfach und simpel aber mit viel Liebe und das hat mir zugesagt. Außerdem hat es mal wieder gezeigt, dass es nicht immer ein großes Trara braucht, um schön zu sein. Manchmal ist eben ein einfacher und simpler Auftritt genau das richtige. Die Sängerin hat aber auch große Emotion gezeigt, was einiges ausgemacht hat.

Naja Moldawien rockt doch irgendwie jedes Jahr aufs Neue oder? Das sind coole Socken. Auch wenn mir die Songs nicht immer komplett gefallen aber sie rocken die Show immer und bringen einen zum Lachen, so auch der diesjährige Song.

Alexander Rybak tat mir mit seiner Platzierung ein bisschen leid, der Sog „That´s How You Write A Song“ für Norwegen, war ziemlich gut. So hat er mich überzeugen können und ich hätte ihn auch er unter den Top 3 vermutet aber dieser Abend verlief eh in eine falsche Richtung.

Die Niederlande hatte mit Waylon schon einen kleinen Star auf die Bühne geschickt und der Song „Outlaw IN ´Em“ war schon ziemlich Cool aber auch diesem hat das gewisse etwas gefehlt. Zu mindestens zum Sieg. So als Song ist er sehr gut geworden und der wird bei mir auf jeden Fall im Auto laufen.

Schweden hat die Achtziger mit Benjamin Ingrasso und „Dance You Off“ wiederaufleben lassen. Da wollte man direkt mitdancen und singen. Schweden hat zwar schon bessere Songs aber schon durch das achtziger Feeling ist er ein richtiger Ohrwurm.

Auch die Ukraine hat mit Melovin einen guten Kandidaten ins Rennen geschickt. Ich habe ihn zwar von beginn an nicht auf dem Ersten Platz gesehen aber das heißt ja nicht, dass der Song „Under The Ladder“ schlecht ist.

Nochmal richtig überzeugen konnte mich Großbritannien. SuRie mit dem Song „Storm“ tat mir anfangs richtig leid, immer blieb der Song im Kopf stecken und man wollte direkt mitsingen. Die Jury Wertung konnte ich an dieser Stelle so Null nachvollziehen aber beim Publikum kam sie zum Glück besser an.

Zum Schluss noch die anderen Songs die mir nicht zugesagt haben.

Das wäre zum einen Australien mit „We Got Love“ gesungen von Jessica Mauboy.

Spanien mit „Tu Cancion“ von Amaia y Alfred.

Aus Slowenien Lea Sirk mit „Hvala, ne“ – diesen Song könnte ich mir gut in der Disco vorstellen.

Serbien mit dem Lied „Nova deca“ gesungen von Sanja Ilic & Balkanika.

Claudia Pascoal mit „O Jardim“ für Portugal.

Italien Ermal Meta & Fabrizio Moro mit dem Lied „Non mi avete fatto niente“.

Ungarn mit dem Song „Viszlat nyar“ von AWS – gar nicht mein Geschmack.

Auch einer der Favoriten bei der Jury Frankreich mit „Mercy“ von Madame Monsiuer – fand ich nicht gut.

Und als letztes Bulgarien mit „Bones“ von Equinox – war auch nicht mein Fall.

Bis nächstes Jahr ESC.

 

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