Rezension

Hunting the Beast | Rezension

Hallo Hallo Hallo und herzlich Willkommen zurück zu einem neuen Beitrag. Wie jeden Dienstag habe ich auch heute für dich eine Rezension. Nachdem letzte Woche meine Rezension zu Soul Mates Flüstern des Lichts online gegangen ist, bleiben wir im Genre Fantasy. Diese Woche habe ich Hunting the Beast von Cosima Lang für dich.

Anhand meiner Rezensionen könnte man denken, dass ich eine deutsche Autoren Phase habe aber ehrlich gesagt hatte ich meine Bücher nicht danach ausgesucht. Das ist nur ein Zufall.

Auf Hunting the Beast bin ich durch die Autoren selbst aufmerksam geworden. Lang hatte auf ihrem Instagram Profil Bilder von Illustrierten Karten zu Hunting the Beast hochgeladen und die hatten mich angesprochen. So hat eins zum anderen geführt und siehe da, jetzt habe ich das Buch mit den hübsch Illustrierten Karten.

**Rache oder Liebe – welche Wahl triffst du?**

Seit Dot vor Jahren bei einem Wolfsangriff ihre Eltern verloren hat, lebt sie für die Rache. Sie gehört der Gilde der »Reds« an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Nachtwesen aller Art zu jagen. Dass sie sich dabei bisweilen am Rande der Legalität bewegt, nimmt Dot in Kauf. Doch die Zeiten ändern sich. Von einem Tag auf den anderen wird den Reds die Jagd untersagt – und Dot versteht die Welt nicht mehr. Anstatt zu kämpfen, soll sie nun ausgerechnet mit einem Werwolf zusammenarbeiten. Und wenn sie ganz ehrlich zu sich ist, dann ist dieser Ben der coolste Nerd, den sie je getroffen hat…

Quelle: Carlsen

Titel: Hunting the Beast 1: Nachtgefährten
Original Titel:
Autor/in: Cosima Lang
Übersetzer/in:
Seitenanzahl: 220
Preis: 12,99 €
ISBN (13): 978-3-646-30165-6

Verlag: Carlsen
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Bei meinen letzten Rezensionen hatte ich die Cover etwas bemängelt. Entweder man hat einen vollabgebildeten Menschen gesehen oder das Cover war einfach nur durchschnittlich. Auch wenn man hier wieder eine Person auf dem Cover sieht, gefällt mir das schon um einiges besser, weil ich immerhin nur eine Gesichtshälfte sehe. Die restliche Gestaltung finde ich auch sehr passend, mit dem heulenden Wolf und dem Gebäude, welches gut zu meiner Vorstellung vom Hauptquartier der Reds passt. Rundum betrachtet, ein passend zur Thematik gestaltetes Cover.

In letzter Zeit habe ich einen Lauf. Die Bücher, die ich bis jetzt in 2020 gelesen habe, verschlinge ich regelrecht. Was auch daran liegen könnte, dass ich lesetechnisch meinen alten Rhythmus wieder habe und durch diesen fast jeden Tag lese. Auch Hunting the Beast hatte ich dadurch wieder innerhalb von vier Abenden beendet.

Erst war ich etwas skeptisch. Ein Buch mit übernatürlichen Wesen, das in München spielt und irgendwie total deutsch wirkt. Ob das so gut wird und „Hunting the Beast“ wirklich überzeugen kann? Ich möchte meinen, dieses Buch war meine erste Rotkäppchen-Adaption. Allgemein habe ich bis jetzt noch keine Märchen Adaptionen gelesen, war aber schon lange neugierig und wollte mal eine lesen. Ich weiß auch gar nicht, ob Hunting the Beast eine Märchen Adaption ist aber es deutet schon ziemlich vieles darauf hin. Ein Mädchen das bei einem Waldspaziergang durch einen Wolfsangriff ihre Eltern verliert und nun der Gilde der „Red“ angehört, die bei der Jagd rote Umhänge tragen. Klingt nach einer ziemlich modernen und emanzipierten Version von Rotkäppchen aber ist der Wolf wirklich der böse? In Dot konnte man sich ziemlich gut hineinversetzten. Durch den gut gewählten Anfang lernt man die Hauptprotagonisten zu verstehen und erfährt gleich, wieso sie sich der Gilde angeschlossen hat. Allgemein ist Dot ein sehr verschlossener Charakter und möchte keinen wirklichen Kontakt zu anderen habe. Wodurch sie diesmal eher die mysteriöse von beiden Hauptprotagonisten ist. Ben wirkt gegen sie offen und fröhlich. Auch wenn er genau wie Dot sein Päckchen zu tragen hat. Beide Hauptprotagonisten sind angenehm und sympathisch. Auch Dots verschlossene Art wirkt nicht aufgesetzt und übertrieben. Lang hat das sehr realistisch dargestellt und angesichts ihrer Vergangenheit kann man es als Leser gut nachvollziehen. Womit ich aber dezent meine Probleme hatte, war der Schreibstil von Lang. Denn ich mag diesen auktoriellen Erzählstil nicht wirkt. Ich bin ein Freund von der Ich-Perspektive und mag es mitten im Geschehen zu sein. Natürlich bekomme ich auch bei „Hunting the Beast“ alles mit aber es wirkt halt eher, als wenn ich als Leser als außenstehender auf das Buch blicke und nicht mittendrin bin. Nach einer Weile habe ich mich aber daran gewöhnt und dann kam auch schon der Plot-Twist. Die Reds, die Jahrelang alle möglichen übernatürlichen Wesen gejagt haben, was auch der Grund ist, wieso Dot sich ihnen angeschlossen hat, haben ein Friedensvertrag geschlossen und dürfen jetzt nicht mehr auf die Jagd gehen. Stattdessen muss jetzt ausgerechnet Dot auch noch mit einem Werwolf zusammenarbeiten. Das sorgt natürlich für Krawall und bringt die Geschichte nochmal ganz schön in Schwung, was mir wirklich gut gefallen hat. Denn die von Rache verzerrte Dot möchte Werwölfe jagen und am liebsten alle vernichten. Das darf sie aber nicht mehr und dadurch erlebt die Protagonisten einen ganz schönen Charakter-Wandel und muss lernen, sich neu zu positionieren. Ben weiß dagegen von Anfang an, was er will und ist ein Charakter wie Ivy aus Kiss Me Once den man sofort ins Herz schließt. Ein Nerd-Werwolf? I mean, omg. Was will das weibliche Leserherz denn noch?

Auch wenn mich der Erzählstil von Lang nicht überzeugen konnte, mochte ich Hunting the Beast dennoch. Es ist eine schöne Neuerzählung des altbekannten Märchens und kann auch uns Leser, gut zum Nachdenken anregen. Vielleicht ist es Zeit seine Denkweisen zu ändern und genau diesen Anstoß bekommt man von Langs Geschichte. Die zwar noch Luft nach oben hat aber trotzdem durch die Charaktere und der Idee dahinter für sich steht und Spaß beim Lesen macht.

 

Ich habe mich für Titanium von David Guetta und Sia entschieden.

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