Tschechische Republik

Prag (Reisebericht)

Das London für Arme!

Das kann man wirklich sagen, Prag ist sehr schön und trotzdem sehr günstig, im Vergleich zu anderen Städten Europas. Während wird dort zwei Vorspeisen, 3 Getränke und zwei Hauptspeisen für umgerechnet 28€ erhalten haben, würde hier in Deutschland grade mal eine Person satt werden. Doch genug von Geld geredet, denn nicht nur um den Geldbeuten zu schonen, lohnt sich ins wunderschöne Prag zu reisen.

Für jeden ist etwas dabei, von klein bis groß, luxuriös oder eher weniger, Kultur Freak oder Action Typ. Jedes Herz findet dort etwas, das es glücklich macht. Bevor kommenden Donnerstag meine Tipps für Prag online gehen, wollte ich euch heute darüber berichten, wie unser Hotel und der Aufenthalt an sich waren.

Montag

Nachdem wir Samstag ordentlich beim Abiball meines Freundes gefeiert hatten und Sonntag die letzten Dinge in den Koffer gequetscht hatten, klingelte unser Wecker bereits um 5:00 Uhr morgens. Montage verleiten einen einfach dazu sie zu hassen aber als es dann endlich zum Zug losging, war all der Hass auf das frühe Aufstehen vergessen und die Aufregung stieg. Es war schließlich nicht nur mein erster selbst geplanter Urlaub und der erste (ohne andere) gemeinsame Urlaub von meinem Freund und mir, es war auch gleichzeitig noch das Geburtstagsgeschenk für meinen Freund. Wodurch ich umso mehr hoffte, dass alles funktionieren würde. Die Anreise verlief glatt und ohne jegliche Komplikationen. Wir bekamen sogar ohne Sitzplatzreservierung zwei zusammenhängende Sitze und das von Anfang an. Gut, dafür mussten wir auch ein bisschen kämpfen. (;

So näher wir der tschechischen Grenze kamen, umso besser wurde bereits das Wetter. Während es in Deutschland noch kalt war, konnten wir unsere Jacken, in Prag angekommen, in die Tasche stopfen. Unser Hotel war auch nicht weit entfernt, was uns erstmal zugutekam. Mit einem Koffer bei gefühlten 30 Grad in Jeans rumzurennen ist echt nicht schön. Nach nicht mal 15 Minuten hatten wir unser Hotel dann auch gefunden. Wir kommen gleich zum Hotel…

Nachdem wir eingecheckt hatten sind wir auch direkt über den Wenzelsplatz gelaufen, von dem unser Hotel nur 100m entfernt war. Nachdem wir ein Stopp bei Burger King eingelegt hatten und ich schockiert feststellen musste, dass die Tschechin nicht den Genuss eines Chicken Nugget Burger kennen, ging es für uns zur Karlsbrücke. Welche sehr schön ist, es klingt vielleicht klischeehaft, weil jeder das sagt/schreibt aber ein Spaziergang über diese Brücke ist wirklich herrlich.

Neben ganz vielen Künstlern und Musikern findet man auch am Anfang der Brücke ganz viele Liebesschlösser. Ist das eigentlich mittlerweile zu kitschig geworden? Ich finde es immer noch sehr süß und müsste endlich mal mein eigenes bei Fotodarling bestellen.

Danach sind wir nur noch Abendbrotessen gegangen und aufs Hotel. Das Wochenende und die Anreise hat schon ganzschön gezehrt und unsere Füße riefen schon fast nach Erholung. In welchen Restaurants wir waren und wie diese gewesen sind, erfahrt Ihr nächsten Dienstag. Dort werde ich euch auch Restaurant Empfehlungen geben.

Das Hotel… Ja also vorne Weg es war sehr sauber und das ist für mich eigentlich das Wichtigste. Für diesen Preis hätte ich eigentlich schlimmeres erwartet. Weil ich gerade mal ein bisschen über 200€ für uns beide mit Frühstück von Montag bis Freitag bezahlt habe. Das Hotel Wenceslas Square Hotel hatte drei Sterne, wobei die Putzfrauen eine grandiose Arbeit geleistet haben. Was mich aber im Badezimmer trotzdem gestört hat, war der Duschkopf, dieser war oben an der Wand befestigt was hin und wieder sehr schön ist aber wenn man die Haare oder bestimmte Körper Teile waschen möchte, hat sich das sehr kompliziert gestaltet. Obwohl die Haare noch gerade so funktionierten, war es an manchen Stellen einfach unschaffbar.

Ansonsten ließ auch das Bad keine weiteren Wünsche offen, es war alles, was man in einem Urlaub benötigt, vorhanden.

Kommen wir aber zum größten Minuspunkt…

Dachboden Zimmer mit einer Klimaanlage so laut wie ein Maschinenbohrer, Wände so dünn wie Papier und einem Straßenverkehr als wäre der dritte Weltkrieg ausgebrochen. Ja… Schlafen konnten wir eher weniger. Obwohl mein Freund noch mehr als ich, weil er sich an die Sirenen die wirklich ohne Scherz alle 5 Minuten losgingen gewöhnt hatte und ich nicht. Was zur Folge hatte das ich spätestens 8:00 Uhr wach wurde, weil um diese Uhrzeit anscheinend der Berufsverkehr losging und einschlafen war meist nicht vor 01:00 Uhr möglich, weil die Sirenen oder der Verkehr bis zu dieser Uhrzeit extrem aktiv waren. So viel zu unserem Hotel, wer mit viel Lärm zurechtkommt kann ohne Bedenken in dieses Hotel einchecken. Wer aber so wie ich auch ein bisschen Ruhe benötigt, sollte es lieber lassen und ein anderes Hotel wählen.

Dienstag

Am Dienstag nach einer chaotischen Nacht und einem leckeren Hotel Frühstück sind wir nochmal zur Karlsbrücke und haben das Viertel rund um den Park und das Schloss erkundet. Natürlich sind wir auch durch den Park spaziert und auf den Petrín Lookout Tower gestiegen. Davor waren wir übrigens noch in einem Spiegelkabinett, was gleich daneben war und es war jetzt nicht riesig hat uns aber ein Haufen Spaß bereitet.

Zurück zu sind wir über die Brücke beim Nationaltheater gelaufen und haben auf der kleinen Insel Streckyostrov Halt gemacht. Dort war nämlich gerade ein Auftritt von einem Orchester oder zu mindestens wirkte es so. Eine Weile hatten wir den schönen Klängen der Musik und Sängerin gelauscht und danach haben wir uns ein wenig auf der Insel umgesehen. Dabei mussten wir feststellen, dass man sich an verschiedenen Stellen Paddelboote, Tretboote und Co mieten kann. Leider sind wir dazu nicht mehr gekommen, haben es uns aber fest für den nächsten Besuch in Prag vorgenommen. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Schwenker und erkundigten die Altstadt von Prag.

Mittwoch

Haben wir dann die größte Wanderung gemacht. Wir sind zum Prager Schl

oss gelaufen und meine Güte war das anstrengend. Oben angekommen war eine Polizeikontrolle und danach bin ich keuchend wie sonst was auf einen Stein zu gerannt und habe mich dort erstmal hingesetzt. Der Polizist musste ein bisschen schmunzeln, gut verständlich wenn ein junges Ding keuchend wie eine Oma oben ankommt. Nachdem wir uns erholt hatten, wollten wir uns nach einem gemütlichen Spaziergang die Kathedrale angucken. Tja Dummheit muss bestraft werden. Wir sind ohne zu lesen in einen Eingang rein wo man auch Karten kaufen musste und das sah schon irgendwie nicht nach Kathedrale aus. Trotzdem sind wir rein und mussten dann nach wenigen Minuten feststellen, dass es ein Aussichtspunkt war. Nach gefühlten tausend Treppen sind wir dann oben angekommen und ich bin einfach nur noch auf der Bank sitzen geblieben. Mein Freund hat dann Fotos gemacht und ich habe die erholsame Bank genossen.

Danach waren wir noch im Schwarzlichttheater was ich wirklich jedem empfehlen kann. Dabei mussten wir feststellen, wie klein die Welt doch ist, da vor uns eine Schulklasse von meiner Berufsschule saß. Da muss man erst hunderte Kilometer fahren, um sich zu treffen. Abends besuchten wir noch eine Bar, die fast direkt neben unserem Hotel war und dann war einfach

Donnerstag

In den letzten Tag sind wir entspannt gestartet und hatten es uns erstmal auf dem Zimmer gemütlich gemacht. Ausgeruht sind wir dann zu einem Shoppingtrip aufgebrochen, welcher sehr erfolgreich war. Danach waren wir noch Schwarzlichtminigolf spielen, was wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.

Freitag

Der Tag der Abreise war so schnell wieder da, was schon ein bisschen deprimierend war, auch wenn wir uns natürlich auf unser zuhause gefreut hatten aber der Urlaub ging einfach viel zu schnell vorbei.

Auch an diesen Tag haben wir ganz entspannt gestartet, weil unser Zug zur Mittagszeit ging. Deshalb hatten wir uns entschlossen etwas zu Essen zu holen und ich habe mir noch ein Buch gekauft. Zum Glück, mein anderes hatte ich sehr schnell durch.

Zuhause angekommen im trüben Deutschland haben wir uns beide zurück nach Prag gewünscht. Vor allem jetzt wo ich wieder arbeiten muss aber hey: „Ohne Moos nichts los!“

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