Scream Staffel 1 (Rezension)

Es ist so weit, die angekündigte Rezension zu Scream kommt nun online. Ich kann es einfach nicht lassen Horror Serien zugucken, sie verzaubern mich immer wieder aufs Neue. So auch diese, aktuell gucke ich nämlich schon die zweite Staffel. (Stand 18.06. ich bin durch…) Hier geht es aber nun um die erste Staffel und wie ich zu ihr stehe, erfahrt Ihr in dieser Rezension.

In Lakewood wird eine beliebte High-School Schülerin ermordet, was bei den Bewohnern der Stadt bitterböse Erinnerungen weckt. Wird sich ein schrecklicher Vorfall wiederholen und wird es zahlreichen Personen das Leben kosten?

 

Die Hauptrollen in dieser Serie spielen High-School Schüler und auch ein paar Elternteile. Von Serien bei denen High-School Schüler im Mittelpunkt stehen, halte ich viel, jetzt ernsthaft, ich mag sie. Allerdings hatten die Hauptdarstellerin und ich so meine Probleme. Emma Duval war mir zu oft durchschaubar und an einigen Stellen zu schwach. Ich hätte mir mehr Power von ihrer Seite gewünscht, wie zum Ende hin, da hat sie deutlich mehr Stärke bewiesen. Ihre Mutter Maggie Duval mochte ich aber bis zum Schluss nicht. Sie war so unauthentisch und mir damit unsympathisch.

Tracy Middendorf, welche die Rolle der unauthentisch Maggie Duval übernommen hat, hat schon in zahlreichen Serien mitgespielt, allerdings meist nur wenige Folgen lang. Genau wie Carlsen Young, welche die Brooke Madox spielt. Ein verrücktes Huhn, welches ich von Anfang an mochte. Der Schauspieler vom Sheriff Jason Wiles hatte anscheinend schon eine größere Rolle bei „Beverly Hills 90210“ aber ich kenne die Serie nicht und weiß dadurch nicht, in welche Rolle er damals geschlüpft ist.

Wenn Ihr allerdings kennen solltet, ist Bella Thorne. Sie übernimmt die Rolle der Nina Patterson. Sie dürftet Ihr aus „Midnight Sun“ oder dem Netflix Original „You Get Me“.

Das war es dann aber auch schon, die meisten Schauspieler sind relativ unbekannt und hatte nur kleine Nebenrollen.

Ein paar wenige Charaktere mochte ich nicht, dafür war die Serie ab der ersten Folge super mitreißend und spannend. Der Ausschalter an der Fernbedienung war für die nächsten Stunden Geschichte. Schließlich hat es ein Irrer Mörder auf die Bewohner der Stadt abgesehen aber warum eigentlich? Das erfährt man nur Häppchen für Häppchen und kann dadurch nicht anders als weiterzusehen. Umso weiter die Serie voranschritt, desto deutlicher wurde es, wer der potenzielle Mörder sein könnte. Ich lag mit meiner Vermutung enttäuschender Weise richtig. Wenn Ihr die Serie schaut oder bereits gesehen habt, verrate mir doch mal, ob Ihr richtig gelegen habt. Glücklicherweise habe ich es nicht schon in den drei ersten Folgen erkannt, dazu haben die Produzenten einen zu oft auf die falsche Spur geführt. So in Folge vier oder fünf kam mir aber eine Idee, wer hinter der Maske steckt. Die Produzenten haben diese Vermutung aber immer mal wieder geschwächt, was ich gut fand.

Auch die Horror Elemente kamen nicht zu kurz, oft habe ich mir gedacht, dass ich jetzt lieber das Licht anmachen sollte. Die sehr unterschiedlichen Charaktere haben der Serie auch nochmal einen besonderen Charme gegeben. Besonders Noah hat es mir angetan, was vielleicht auch an seiner verrückten liebe zu Horror liegt. Ich glaube auch, dass er in der zweiten Staffel noch eine wichtige Rolle spielen wird und vielleicht sogar ein entscheidendes Puzzleteil ist.

Einen fetten Minuspunkt bekommt die Serie aber für ihre Hipster Art. Das fällt mir bei Netflix Produktionen immer mehr auf und mit jedem Versuch wird es ein wenig schlimmer. Ich weiß, die Zeit ist momentan geprägt vom ganzen Hipster kram aber man kann es auch übertreiben und das tut Netflix. Man kann sich die Charaktere natürlich über andere Serien unterhalten lassen und Sätze wie: „Wir sind doch hier nicht bei Pretty Little Liars“ während sie in einem Restaurant sitzen, was aussieht wie bei PLL, ist doch auch okay. Kann man machen aber irgendwann reicht es auch, ich möchte zum Beispiel nicht innerhalb einer Serie für eine andere Serie gespoilert werden.

Andere original Filme sind allerdings schlimmer aber auch diese Serie vermittelt so ein leichtes Hipster Gefühl. Was ich echt nicht brauche.

Scream“ ist eine Serie, die mich trotz der Prise Hipster und der schnellen Erkenntnis, wer der Mörder sein könnte, überzeugen konnte. Das Flair war super, die Charaktere überwiegend gut durchdacht und sie haben sich auch an vielen Stellen zum Positiven weiterentwickelt. Allgemein konnte man sie sehr gut kennenlernen und dadurch mitfiebern. Trotzdem die Charaktere natürlich in die Klischees solcher Serien passen. Man hat viel Spannung aber auch Spaß und sogar ein Fünkchen Liebe bekommen. Alles was einen eben in den Bann zieht, weswegen die Serien von mir sehr gute 4,5 Anker von 5 bekommt.

 

 

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