Winter auf dem Land | Adventskränzchen

Hello and welcome back zu einem neuen Beitrag, innerhalb des Adventskränzchens. Unfassbar aber wir haben heute schon den 05. Dezember und morgen ist schon Nikolaus. Wie sehr die Zeit doch wieder rennt, ist unvorstellbar und trotzdem tut sie es. Heute ist das Thema „Winter auf dem Land“ und das Thema kommt mir als Dörfler recht gelegen.

Die anderen Teilnehmer des Adventskränzchens findest du unten.

Am ersten Advent waren wir dieses Jahr den ersten Weihnachtsmarkt besuchen und da kam mir eine klasse Idee. Warum dir nicht mal die Vorzüge und Nachteile vom Winter/ der Weihnachtszeit auf dem Land verraten? Die meisten flüchten zwar mehr vom Land weg, habe ich jedenfalls das Gefühl und ziehen lieber in die Große Stadt aber für mich ist das keine Option. Es gibt nichts schöneres in meinen Augen als das Landleben. Trotzdem hat es im Winter natürlich auch ein paar Nachteile wie zum Beispiel: du bist fast immer auf dein Auto angewiesen

Wenn die Batterie im Winter mal den Geist aufgibt oder die Straßen zugefroren sind, kannst du nicht einfach zur nächsten Straßenbahnhaltestelle gehen und auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Bei uns fahren vielleicht wenn es hoch kommt sechs Busse am Tag und diese sind alle auf die Schülerbeförderung abgestimmt. Auf die vollen Arbeitsstunden zukommen ist damit ziemlich schwer, überhaupt auf Arbeit zu kommen ist bei uns ohne Auto eine Tortur.

 Dafür gibt es niemanden, der dich nervt, kein dauerhafter Straßenlärm oder schon der dritte Krankenwagen in zwei Minuten. Hier kannst du wirklich entspannen und runterfahren. Den Stadtlärm ertrage ich höchstens ein paar Tage, schlafen fällt mir total schwer und wohl fühle ich mich bei dem ganzen Radau überhaupt nicht. Für viele ist die Stille unangenehm, für mich ist der Lärm Horror.

Nicht an jeder Ecke findet man dafür einen Weihnachtsmarkt. In einer Großstadt brauch man oft bloß vor die Tür treten und schon fällt man von einem Weihnachtsmarkt in den nächsten. Der eine klein und liebevoll der andere groß und actionsreich. Bei uns gibt es einige schöne Weihnachtsmärkte aber in unserer unmittelbaren Nähe (höchstens 30 Minuten mit dem Auto) gibt es natürlich nicht so viele. Da muss man dann doch schon mal eine etwas längere Fahrt in den Kauf nehmen aber dafür kann man die oft genießen. Keine Menschenmassen, die alle in das Riesenrad wollen oder überhaupt mal vorankommen möchten. Auf dem Weihnachtsmarkt, den wir am ersten Advent besucht haben, konnte man sich vernünftig unterhalten und musste keine drei Minuten auf seine Bratwurst oder die gebrannten Mandeln warten.

Außerdem können wir wunderschöne winterliche Spaziergänge machen, während man in der Stadt oft bloß Häuser und Autos zu Gesicht bekommt, können wir Stundenlang durch den Wald marschieren und müssen nicht an jeder Ecke die Vierbeiner anleinen.

Dafür sind spannende Ausflüge manchmal rar, weil man für diese eine längere Autofahrt in kauf nehmen müssten und bei diesem Wetter bleibt man dann doch lieber zuhause aber so ein Abend auf der Couch, mit einem guten Weihnachtsfilm, selbstgemachten Plätzchen und Kakao ist doch auch verführerisch, oder?

Ich liebe es auf dem Land zu leben und klar hat es seine Nachteile, aber was hat im Leben nicht seine Vor- und Nachteile? Alles hat eine Schattenseite, so auch der Winter auf dem Land. Genauso kann man aber auch Pech in der Stadt haben, ich erinnere mich dieses Jahr besonders an Leipzig. Da fuhr im März auch keine Bahn mehr…

Lebst du auch auf dem Land? Wenn ja, was liebst du am meisten? Ich habe mittlerweile die kleinen liebevollen Weihnachtsmärkte schätze gelernt und freue mich, dass es langsam immer mehr von ihnen bei uns gibt.

Die anderen Teilnehmer des Adventskränzchens:

Kerstin: Altmühltaltipps

Jasmin: Die Kunst des Backens | diekunstdesbackens

Steffi: sy_yemanja

Anita: Running-Mami Blog

Marco: 366 Geschichten für ein ganzes Jahr

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2 Kommentare

  1. Hey Lisa,
    Dein Foto sieht wirklich super süß aus. Und den dicken Schal kann ich nur zu gut nachvollziehen. Du weißt ja, dass ich seit Oktober zwischen den zwei Welten (Dorf/Stadt) lebe und beides schätzen gelernt habe.
    Ich wohne relativ nah Richtung Stadtzentrum, jedoch in einer Nebenstraße, wo es nicht allzu beschäftigt ist. Die meisten Leute sind hier mit der Bahn unterwegs, die zum Glück weit genug weg ist um nichts zu hören, allerdings auch nah genug um beinahe hinein zustolpern.
    Das Land ist schon Erholung an sich, da stimme ich dir auch zu. In kleinen Gemeinden kennt man sich auch eher(ob das jetzt Nachteil oder Vorteil ist muss jeder für sich entscheiden), und es gibt keine ‘gruseligen’ Straßen außer die, die in den verwunschenen Wald führen.
    Auf der anderen Seite bin ich durch die bessere Anbindung viel motivierter raus zu gehen und einfach das bunte Treiben zu beobachten.
    Mein Fazit ist:
    Auch in der Zukunft möchte ich mein gesunden Mix aus Freiheit und Fernheit genießen!

    Bist du eher ein “Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang-Typ”?

    1. Hallo Katharina,

      danke und der dicke Schal ist mittlerweile Standard bei mir. Ich habe schon von vielen gehört, dass sie einen gesunden Mix aus Stadt und Land haben möchten aber ich muss sagen, mir reicht es jedes Mal aufs neue nach einer Woche. Stadt ist auf Dauer einfach nichts für mich, vielleicht liegt es auch an meiner leichten Abneigung gegen öffentliche Verkehrsmittel, wodurch mich das Autofahren nie stört aber ich bin und bleibe wohl für immer ein Dorfmensch. Man soll niemals nie sagen, vielleicht muss man aus welchen Gründen auch immer für eine gewisse Zeit in die Stadt aber mich wird es immer auf das Land ziehen. Aber es freut mich zu hören das du dich wohl zu fühlen scheinst.

      Ein Sonnenaufgang ist schon wunderschön aber dafür muss man ja früh aufstehen und das ist nichts für mich, weshalb ich wohl eher der Sonnenuntergang-Typ bin. Und du?

      chaotische Grüße
      ChaosMariechen

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