Zwei Theaterstücke von Martin Schörle | fünf Gründe wieso du das Buch lesen solltest + Rezension

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, dürfte wissen, dass ich am liebsten Bücher aus dem Genre New Adult lese. Eines schönen Nachmittages hat mich dann Martin Schörle angeschrieben und angefragt, ob meinerseits Interesse vorhanden ist, sein Buch „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke“ zu lesen. Klingt ja erstmal überhaupt nicht nach mir aber manchmal sollte man seinen Horizont auch erweitern und das habe ich getan.

Ich fand eine klassische Rezension aber zu diesem Buch einfach nicht passend und liefre dir heute fünf Gründe „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke“ zu lesen und verrate dir aber natürlich auch mit ein paar kurzen Worten meine Meinung.

Der klassische Beamte
Wie Ihr vielleicht wisst, mache ich eine Ausbildung im öffentlichen Dienst und komme einen Beamten damit ziemlich nah und lebe sogar mit so einem unter demselben Dach. Oft wird ja gesagt, dass besonders auf den Ämtern und Co. die Mühlen sehr langsam mahlen. Nie arbeitet irgendjemand und immer trinken die nur Kaffee. Wer sich gerne mal wieder über die Beamten lustig machen möchte und innerhalb eines Monologes erfahren möchte, worüber Beamte sich den lieben langen Tag Gedanken machen, kommt hier auf seine Kosten.

Achtung Informationen sind enthalten
Der komplette erste Teil ist ein Monolog und man bekommt viele Informationen. Sei es über die Radierstabilität oder Aktenzeichen. Es sind einige Interessanten Fakten enthalten und der liebe Herr Fredenbek verliert sich dabei gern vom hundertstel ins tausendstel.

Ohrwurm garantiert
Der liebe Hans Fredenbek verliert sich nicht nur in seinem Monolog und scheint ein Klischeebeamte schlechthin zu sein, er lässt auch Musik laufen und ich glaube er singt sogar ein bisschen mit. Am Anfang wird einem auch direkt ein Ohrwurm verpasst, was mir bei einem Buch noch nie passiert ist. Klar es kommen öfters Songs in Büchern vor aber innerhalb dieses Lesens ist es zum ersten Mal passiert, das ich einen richtigen Ohrwurm bekommen habe. Welches Lied das geschafft hat? Vorsicht Ohrwurm Gefahr! WHO THE FUCK IS ALICE? ALICE, WHO THE FUCK IS ALICE.

Vielseitigkeit
Während der erste Teil des Buches „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ ein Monolog ist und sich die ganze Zeit in einem Büro abspielt, ist „Einladung zum Klassentreffen“ ein Telefongespräch in einem Zug zwischen zwei ehemaligen Klassenkameraden. Während der erste Teil etwas ernster wirkt und auch anstrengender zu lesen ist, plätschert der zweite Teil einfach nur dahin und hat mir persönlich auch besser gefallen. Schörle hat damit bewiesen, wie vielseitig er ist und was für ein Schreibtalent er besitzt. Während man sich nämlich bei dem guten Hans Fredenbek etwas in den Schachtelsetzten verlieren kann, ist die Sprache von Marina und Carsten sehr angenehm.

Lachen garantiert
Wer auch mal wieder seine Lachmuskeln trainieren möchte, kommt bei beiden Stücken auf seine Kosten. Das man über Beamte gut lachen kann, weiß vermutlich jeder und es wird sich halt gern über sie lustig gemacht. Auch Marina und Carsten aus dem zweiten Theaterstück beanspruchen die Lachmuskeln.

 

Informationen zum Buch findest du beim Verlag: Engelsdorfer Verlag

 

Titel: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke
Original Titel: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke
Autor/in: Martin Schörle
Übersetzer/in:
Seitenanzahl: 117
Preis: 9,50 €
ISBN (13): 978-3-96008-408-2
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Wer einfach mal zwei grandiose Theaterstücke lesen möchte oder auch wie ich über seinen „Schatten springt“ und aus seinem alltäglichen Genre fliehen möchte, trifft mit „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten und Einladung zum Klassentreffen: Zwei Theaterstücke“  eine gute Wahl.
Was ich von Schörles Buch halte? Ich war überraschenderweise ziemlich begeistert. Anfangs war ich etwas skeptisch, auch wenn mich der Einstieg in den ersten Teil, sofort ein bisschen an mich selbst erinnert hat. Es beginnt mit einem Radiergummi und damit hat sich der Protagonist Hans Fredenbek gefühlt eine halbe Stunde beschäftig. So ging es mir schon selbst mal aber ich habe mich bloß ungefähr zehn Minuten mit einem Kugelschreiber beschäftig. Das war aber nicht nur irgendein Kugelschreiber, es war mein liebster Lieblingskugelschreiber auf der Arbeit und der wollte die Arbeit verweigern. Damit war der Einstieg perfekt und während des ganzen Stückes musste ich immer wieder schmunzeln, fand es aber auch teilweise anstrengend zu lesen. Im ersten Stück sind nämlich viele Schachtelsätze und auch immer mal einer in einer Fremdsprache. Da ich nur der deutschen und englischen Sprache mächtig bin, nervt mich sowas immer. Zwar kommen die Sätze danach eigentlich immer nochmal auf Deutsch aber ich mag sowas einfach nicht, schon bei Gabaldon fand ich das blöd. Das zweite Stück ist viel lockerer und auch etwas authentischer. In die beiden konnte ich mich auch irgendwie besser hineinversetzen als in Hans. Bei den beiden habe ich mich wohler gefühlt und fieberte die ganze Zeit mit, ob die beiden sich wieder näherkommen würden. Schnell ist nämlich klar, dass es nicht nur um eine Einladung zu einem Klassentreffen, sondern etwas mehr geht.

Beide Stücke sind auf Ihre Art und Weise bezaubernd und auch sehr unterhaltsam. Aber ich gebe offen zu, dass mir das zweite Stück „Einladung zum Klassentreffen“ besser gefallen hat. Das Buch erhält vier Anker von fünf.

Vielen Dank an Martin Schörle für dieses Rezensionsexemplar!

 

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